| Zwölf Fragen zum Sportjahr 2011 » |
"So ein Sieg hätte uns vor Wochen in der Bundesliga viel Auftrieb gegeben", sagte Teamchef Sascha Greber nach der gut dreistündigen Partie in Herne. Knapp drei Wochen vor dem erneuten Aufeinandertreffen in Herne (23. Oktober), dann um Punkte, war der Erfolg Balsam für die geschundenen Seelen der Werderaner. Dass der Erfolg kurzzeitig am seidenen Faden hing - es spielte angesichts der Freude über das Ende der Sieglosigkeit keine Rolle mehr.
Die Bremer hatten ihre Mannschaft nach vier Niederlagen in der Meisterschaft umgestellt: Erstmals trat für Kamal Achanta am Dienstag Constantin Cioti an den Tisch. "Er hatte eine Chance verdient", sagte Greber. Und der Rumäne nutzte sie eindrucksvoll, wie sich zeigen sollte.
Denn dem 28-Jährigen kam die undankbare Aufgabe zu, beim 1:1-Zwischenstand auf seinen ehemaligen Teamgefährten an der Weser, Lars Hielscher zu treffen. Angesichts der Spielstärke des Herner Koreaners Kim Jung Hoon, der Jens Lundqvist im Eröffnungseinzel nicht den Hauch einer Chance gelassen hatte, musste Cioti gewinnen, um sein Team im Spiel zu halten. Der Rumäne präsentierte sich gegen Hielscher, der Werder im April nach vier Jahren verlassen hatte, in hervorragender Verfassung. Im ersten Durchgang wehrte er zwei Satzbälle des Neu-Herners ab und ließ sich auch nicht vom Verlust des dritten Satzes aus der Bahn werfen. Konzentriert ging Cioti in den vierten Durchgang und brachte den ungefährdet mit 11:6 zum Matchgewinn nach Hause.
Es war Werders 2:1-Führung, weil zuvor Topspieler Adrian Crisan relativ kurzen Prozess mit Petr Korbel gemacht hatte. Dieser glatte Erfolg half ihm im Duell mit Hoon allerdings nicht - der Koreaner gewann auch seine zweite Partie des Tages.
Nun hing alles an Jens Lundqvist - und der Schwede stand erst einmal vor einer überraschenden Situation. Entsprechend dem neuen Reglement, hatte Herne gewechselt und für Korbel mit Erik Bottroff einen jungen Mann gebracht, der in der Vorsaison in der Bundesliga eine 0:11-Bilanz aufwies und aktuell noch gar nicht zum Einsatz kam. Gestern brachte er Lundqvist an den Rand einer Niederlage. "Bei 1:2 Sätzen und 1:3-Rückstand ist mir ganz anders geworden", gestand Sascha Greber. Er hatte sich aber schnell erholen dürfen, denn Lundqvist drehte das Spiel und holte sich die letzten beiden Sätze zum Gesamtsieg.
Ergebnisse:
Kim - Lundqvist 3:0 (11:4, 11:8, 11:7), Korbel - Crisan 0:3 (8:11, 6:11, 8:11), Hielscher - Cioti 1:3 (12:14, 5:11, 11:8, 6:11), Kim - Crisan 3:1 (11:9, 7:11, 11:8, 11:3), Bottroff - Lundqvist 2:3 (4:11, 11:7, 11:8, 7:11, 7:11)






