Mit zwei Runden Rückstand schafften Franco Marvulli und Andreas Aeschbach den Sprung auf Platz zwei. Die beiden Schweizer hatten sich in den letzten Tagen der Sixdays eine spannende Aufholjagd mit den Führenden geliefert. Marc Hester und Jens-Erik Madsen sind vier Runden weniger als Bartko und Bengsch gefahren.
Den ersten Wettbewerb „Sechs Wertungen“ am Finalabend konnten Marc Hester und Jens-Erik Madsen für sich entscheiden. Im 166-Meter-Zeitfahren setzte sich Eric Mohs durch. Leif Lampater konnte sich nach gewonnenem Scratch elf Punkte auf seinem Konto gutschreiben lassen. Im 500-Meter-Zeitfahren und im 1000-Meter-Zeitfahren fuhren Robert Bengsch und Robert Bartko auf den ersten Platz. Die beiden Holländer Leon van Bon und Danny Stam machten 20 Punkte in der Mannschaftsausscheidung gut, Franco Marvulli setzte sich in der Einzelausscheidung durch.
Dass Robert Bengsch und Robert Bartko in Bremen gemeinsam an den Start gegangen sind, stand bis kurz vor Beginn der Veranstaltung nicht fest. Bartkos ursprünglich geplanter Teampartner Iljo Keisse war wegen Dopingverdachts nicht bei den Sixdays angetreten. Robert Bengsch hatte daher den Platz an der Seite des erfahrenen Robert Bartko eingenommen. „Hier mit der Nummer eins und mit Robert Bartko an den Start zu gehen, das bedeutete auch Druck und Verantwortung“, hatte Bengsch zu Wettbewerbs-Beginn gesagt. Patrick Sercu, sportlicher Leiter des Rennens lobte den 27-Jährigen. „Robert Bengsch ist kein spektakulärer Fahrer“, sagte er. „Aber er hat stets gute Leistungen gebracht. Er ist ein vernünftiger Junge und super gut vorbereitet hierher gekommen.“ Für Bengsch ist es der erste Triumph bei einem Sechs-Tage-Rennen, Robert Bartko konnte mit dem Bremer Erfolg bereits den 17. Sieg bei einem solchen Wettbewerb verbuchen.
Robert Bartko hob das hohe Rennniveau in Bremen hervor. „Bremen hat die technisch anspruchvollste Bahn. Die Kurven sind schon der Wahnsinn, da herrschen enorme Fliehkräfte. Und weil die Kurven nicht nur steil, sondern sehr eng sind, fährst du hinein wie in einen Tunnel. Das ist am Anfang schon extrem gewöhnungsbedürftig, selbst für einen alten Hasen wie mich. Aber man gewöhnt sich dran.“



