| Zwölf Fragen zum Sportjahr 2011 » |
In der Oberen Rathaushalle sind am Mittwochabend Bremens Sportler des Jahres 2010 geehrt worden. Bei den Sportlerinnen setzte sich Aleksandra Zapekina von Bremen 1860 (Rhythmische Sportgymnastik) durch. Die Athletin von Bremen 1860 konnte nach Auszählung der Online-Ergebnisse auf unserer Sonderseite, der eingesandten Wahlcoupons und der Jury-Abstimmung die meisten Stimmen auf sich vereinigen.
„Ich bin total baff und überwältigt“, sagte Zapekina. „Ich habe es jedem gegönnt, auch meiner Trainingspartnerin, die ebenfalls nominiert war. Dass ich es geworden bin, damit habe ich nicht gerechnet.“ Eine große Party stand für Zapekina allerdings zunächst nicht an. „Leider nicht, weil ich krank war. Aber wir holen das nach“, so die Sportgymnastin.
Neuer Sportler des Jahres ist Segler Sverre Reinke vom Wassersportverein Blumenthal, der nach seiner Ehrung sagte: „Das ist für mich die bis jetzt größte Auszeichnung, ich nehme sie sehr ernst.“
Den Pokal für die Mannschaft des Jahres bekam der Verein für Hochschulsport (Rudern).
Die sportlichen Ehrungen, bei denen neben Ehrenamtlern auch weitere Einzelsportler für deutsche und internationale Titel ausgezeichnet wurden, waren aber nur ein Programmpunkt der Veranstaltung. Auch sportpolitisch wurde diskutiert. Dabei standen vor allem die Finanzen im Vordergrund.
Der Präsident des Landessportbundes (LSB), Peter Zenner, forderte von Innen- und Sportsenator Ulrich Mäurer mehr Geld. „Es wurden erhebliche Mittel in die Haushaltsanierung gesteckt. Im Sport ist überproportional gespart worden“, so Zenner und ergänzte: „Wir stehen für den sozialen Zusammenhalt, den es in der Gesellschaft in dieser Form an keiner anderen Stelle gibt.“
Mäurer verwies dagegen auf den Bau neuer Sporthallen und Kunstrasenplätze in der Hansestadt. „Wir haben in den letzten Jahren sehr viel Geld in die Hand genommen. Das waren sehr viele Millionen, da müssen wir uns nicht schämen.“
In nächster Zeit wollen sich LSB und Verwaltung zusammensetzen, um einen „Masterplan auszuarbeiten“ und Synergie-Effekte“ zu finden.
Ob es in Zukunft wieder einen Ball des Sports geben wird, konnten weder Mäurer noch Zenner versichern. „In einer etwas neueren Form hat dieser Ball eine Chance“, so der Senator, der gleichzeitig die Atmosphäre im Bremer Rathaus lobte: „Es ist immer ein Erlebnis. Es ist genau der Rahmen, der wichtig für eine angemessene Ehrung der Sportler ist.“
Dem stimmte auch Zenner zu, dennoch hat er den Ball des Sports vermisst. „Er hat uns sicherlich gefehlt. Wir haben uns bemüht, den Ball des Sports zu retten und sind dabei, das für das nächste Jahr hinzubekommen.“ Dafür müsse ein neues Veranstaltungskonzept erarbeitet werden. „Wir haben private Einrichtungen angesprochen, die Event-Management machen. Anfang des Sommer-Halbjahres werden wir sehen, wie weit das gediehen ist“, so Zenner.
Der Ball des Sports 2011 war wegen zu weniger Sponsoren abgesagt worden.












