| Zwölf Fragen zum Sportjahr 2011 » |
"Wenn man mit allen Einsen gewinnen will, dürfen solche Fehler nicht passieren", polterte Albanese. Es war Kritik auf hohem Niveau. Schließlich spricht auch ein Sieg mit fünf von sieben möglichen Einsen für einen souveränen Erfolg. Zwei kleine Ausrutscher in einem ansonsten tänzerisch eleganten und ausdrucksvollen Finaldurchgang ihrer Choreografie "Blast" kosteten die Grün-Gold-Formation zwei Einsen, die an den Verfolger, der FG Aachen/Düsseldorf, gingen.
Für einen ehrgeizigen und strengen Trainer mit großen Zielen zu wenig. Zumal Albanese seine Tänzer vor dem Finale noch einmal intensiv beschworen hatte, vor allem mentale Stärke auf dem Parkett zu zeigen. "Doch sie waren heute Abend nicht konzentriert genug. So entstehen dann Fehler."
Trotz der heftigen Reaktion des Grün-Gold-Trainers - an der Dominanz der Bremer Lateinformation gab es auch beim zweiten Ligaturnier keinerlei Zweifel. Ihr tänzerisches Niveau ist nur schwer von der Konkurrenz einzuholen, das war auch in Bremerhaven offensichtlich.
Zumal auch der bisherige Zweite der Liga, die Formationsgemeinschaft Aachen/Düsseldorf, Federn lassen musste. Das Team von Trainer Oliver Seefeld tanzte sich in Bremerhaven zwar erneut auf den zweiten Platz, musste jedoch zwei Dreien in seiner Wertung hinnehmen. Das hatte vor allem mit der starken Leistung des Dritten, dem TSZ Velbert, zu tun. Die Formation von Trainerin Astrid Kallrath präsentierte sich in beiden Durchgängen stärker als noch zwei Wochen zuvor beim Turnier in Bremen. Es war eine Ansage an den Konkurrenten aus dem eigenen Bundesland im Kampf um Platz zwei, der die Fahrkarte für die Europameisterschaft Anfang Mai in Wien sein könnte.
Eine klare Botschaft an die Konkurrenten auf den hinteren Plätzen hat in Bremerhaven mal wieder das B-Team des Grün-Gold-Club abgegeben. Die Mannschaft von Trainerin Uta Albanese tanzte ein hinreißendes Finale - tänzerisch und emotional außergewöhnlich präsent. Mit dieser Leistung festigten die Bremer ihren vierten Rang, den sie - sollten sie weiterhin so stark tanzen - auf jeden Fall halten müssten.
Doch was so leicht aussah, war auch beim B-Team an diesem Abend harte Arbeit. Nach der Stellprobe herrschte Unzufriedenheit bei Uta Albanese. Auch sie kritisierte eine "zu lasche Einstellung" bei ihrer Mannschaft und nahm die Formation "richtig in die Mangel."
Mit Erfolg, wie das Ergebnis am Ende bewies. Das B-Team nahm die deutlichen Worte seiner Trainerin nicht übel, im Gegenteil. Sie bescheinigten Uta Albanese "außergewöhnliche Fähigkeiten", eine Mannschaft optimal einzustellen. "Uta hat ein großartiges Gespür dafür, was zu tun ist. Sie hat uns perfekt vorbereitet", lobte Tänzer Christopher Voigt seine Trainerin.
Am Ende also doch noch ein versöhnlicher Abschluss für alle Bremer, auch für den Sieger, das Grün-Gold-A-Team.
Die Wertung:
1. GGC Bremen A-Team 1112211
2. Aachen/Düsseldorf 3321122
3. TSZ Velbert 2233333
4. GGC Bremen B-Team 4444455
5. TSG Quirinus Neuss 6555566
6. TSG Bremerhaven 5666644






