| Zwölf Fragen zum Sportjahr 2011 » |
Die gute Nachricht zuerst: Bremen-Nord mit den Stadtteilen Lesum, Vegesack und Blumenthal wird vom swb-Marathon nicht betroffen sein. Für viele andere Stadtteile gilt das nicht. Wegen der Laufveranstaltung wird vor allem im Zentrum und in Findorff wenig so laufen wie gewohnt. Wenn sich ab 9.30 Uhr die mehr als 5000 Läufer und Läuferinnen auf den verschiedenen Strecken durch die Stadt bewegen werden, müssen sich Autofahrer gedulden oder Umwege in Kauf nehmen. Ab halb neun werden erste Streckenabschnitte gesperrt.
Die Polizei weist aber darauf hin, dass einige wichtige Verkehrsachsen auch am Sonntag befahrbar sein werden. Vom Zentrum in den Bremer Osten führen die Schwachhauser Heerstraße und die Kurfürstenallee. In den Süden der Stadt geht es über die Stephanibrücke, die Oldenburger Straße und die Neuenlander Straße. Zudem sind Bürgermeister-Smidt-Straße und Breitenweg frei. Vom Osten in den Süden ist die Fahrt über Carl-Carstens Brücke (Anfahrt über Georg-Bitter-Straße) frei. Der Osterdeich gehört zwar zur Laufstrecke, ist aber immerhin stadteinwärts befahrbar.
Entlang der Strecke werden mehrere Schleusenpunkte eingerichtet, an denen Autofahrer die gesperrten Straßen überqueren können. 220 Polizisten werden im Einsatz sein. Einschränkungen gibt es auch im Betrieb der BSAG. Einige Bus- und Bahnlinien müssen umgeleitet werden, darunter die Linien 2, 3 und 21.
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Dennoch: Wann immer es geht, weist Organisator Utz Bertschy dieser Tage darauf hin, was der swb-Marathon der Stadt bringt. Mehr als 5000 Läufer haben sich für die verschiedenen Läufe am Wochenende angemeldet. Gestiegen ist vor allem die Zahl derer, die nicht aus der Region kommen. Mit der Bremer Touristik-Zentrale hatten die Organisatoren eigens ein Komplettpaket zusammengestellt für diejenigen, die hier übernachten wollen. Für viele sei der Marathon nur ein netter Nebeneffekt des verlängerten Wochenendes in der Hansestadt, "ein Frühstückslauf", wie Bertschy sagt. "50 Prozent von dem, was wir machen, ist Stadtmarketing", fügt er hinzu. Etwa 40 Prozent, also mehr als 2000 der Teilnehmer, kommen von weiter her.
Dass in diesem Jahr so viele Läufer von auswärts den Weg zum Bremen-Marathon finden, liegt zum einen daran, dass auf den Lauf- ein Feiertag folgt. Bertschy ist aber überzeugt, dass sich immer weiter herumspricht, wie schön die Strecke ist. Schließlich habe sie alles zu bieten vom Grünen am Werdersee bis zum Höhepunkt bei Kilometer 38, wenn die Läufer das Weserstadion durchqueren.
Gewinnen dürfte am Marathon nicht nur das Bremer Gastgewerbe. Auch der beauftragte Abschleppdienst darf auf zahlreiche Aufträge hoffen. Entlang der Strecke werden vielerorts vorübergehende Halteverbotszonen eingerichtet, damit die Läufer und die Begleitfahrzeuge genug Platz haben. Wer die Schilder missachtet, muss dafür zahlen, dass sein Fahrzeug abgeschleppt wird. Das habe leider in den vergangenen Jahren zu Problemen geführt, sagt Innensenator Ulrich Mäurer (SPD). Angesichts der vielen Verkehrsbehinderungen hat er einen nicht ganz ernstgemeinten Tipp an die betroffenen Anwohner. Wenn möglich, sollten sie die Stadt verlassen und woanders Kurzurlaub machen. Warum nicht dort, wo die Läufer von außerhalb herkämen? Für die Menschen in Findorff, die von den verschiedenen Laufstrecken eingeschlossen sind, ist das eine überlegenswerte Option.
Die bessere wäre aber wohl, sich als Anheizer zu betätigen. Die Zuschauer sollen den Gästen einen lauten Empfang bereiten. Auf dem Marktplatz und an anderen Orten in der Innenstadt werden die Organisatoren Tausende sogenannter Fanklatschen verteilen. Dabei handelt es sich um ein Plastikschild, auf dessen Rückseite der Streckenplan zu finden ist. Wenn die Läufer anrücken, soll der Plan zu einem Fächer gefaltet werden und als lautstarkes Schlaginstrument genutzt werden. Die Hoffnung: Lärm macht schneller.
Die Bremer Polizei bietet bis einschließlich Sonntag ein Bürgertelefon an unter der Rufnummer 44 91 700. Die BSAG ist unter 01805 / 82 68 26 zu erreichen. Über abgeschleppte Fahrzeuge informiert die Firma BAV in Bremen-Woltmershausen unter der Rufnummer 54 40 41.






