WM 2010

 - 26.05.2010

Südafrika macht sich hübsch für die WM

Von Christian Selz
Port Elizabeth. Es ist noch Baulärm zu hören in Port Elizabeth, gut zwei Wochen vorm Start der ersten Fußballweltmeisterschaft auf dem afrikanischen Kontinent. Der Austragungsort am Indischen Ozean, Heimatstadt des lokalen Organisationschefs Danny Jordaan, war von der FIFA vor anderthalb Jahren noch von Liste der Confederations-Cup-Orte gestrichen worden.
Bauarbeiten an der Prince Alfred Road: Südafrika verpasst seinen WM-Stadien den Feinschliff.
Bauarbeiten an der Prince Alfred Road: Südafrika verpasst seinen WM-Stadien den Feinschliff.

Zu Unrecht, wie sich herausstellen sollte, denn das örtliche Nelson-Mandela-Bay-Stadion war als erstes WM-Stadion in Rekordzeit fertig gestellt. Was jetzt noch lärmt, ist nur die Kür, der Feinschliff. Bürgersteige werden neu gepflastert, Parks aufgehübscht.

Inzwischen sind auch die anderen acht Spielstätten Südafrikas zu Ende gebaut. In den Arenen ist es ruhig und auch die Unkenrufe, die den Südafrikanern über Jahre hinweg abgesprochen hatten, ein Turnier wie die WM organisieren zu können, sind weitestgehend verstummt. Sicherlich: Alle Straßenbau-Projekte werden bis zum 11. Juni nicht abgeschlossen sein und auch wenn die Park and Ride Systeme in den WM-Städten schon erprobt sind, wird es rund um die Spiele den einen oder anderen Stau geben. Doch die WM ist deswegen sicher nicht in Gefahr.

Die Bauarbeiter, die in Port Elizabeth gerade den Feinschliff besorgen, freuen sich daher schon ausnahmslos darauf, die Spiele in „ihrem“ Stadion sehen zu können. Lärm wird es dann allerdings immer noch geben, daran besteht kein Zweifel. Im Nelson-Mandela-Bay-Stadion wurde im vergangenen Jahr während des ersten Fußballspiels auf dem neuen Rasen der Lautstärke-Weltrekord im Vuvuzela-Blasen aufgestellt.

Christian Selz ist Freier Journalist und lebt in Port Elizabeth. Für WESER-KURIER.de berichtet er aus Südafrika von der WM.