Auch in den Townships, fieberten die Fans mit ihrer Bafana Bafana. Spätestens als Siphiwe Tshabalala sich mit dem ersten Tor, das jemals bei einer Fußballweltmeisterschaft auf afrikanischem Boden erzielt wurde, quasi unsterblich machte, gab es kein Halten mehr. An der guten Stimmung konnte auch der späte Ausgleich der Mexikaner nur kurzzeitig etwas ändern. Die WM, das wird gerade in den Townships deutlich, hat das Potential für mindestens vier Wochen alle Probleme in den Hintergrund zu verdrängen.
Krippenkinder und alte Frauen tragen stolz das gelbe Nationaltrikot und die Erwartungen sind nach dem überzeugenden Auftaktspiel noch einmal in den Himmel geschnellt. Eigentlich zählt jetzt nur noch das Finale für die noch vor ein paar Monaten als krasser Außenseiter gehandelten Südafrikaner. Der Stimmung würde das sicherlich weiterhin gut tun.
Christian Selz ist Freier Journalist und lebt in Port Elizabeth. Für WESER-KURIER.de berichtet er aus Südafrika von der WM.