| Zwölf Fragen zum Sportjahr 2011 » |
Kurz vor der Europameisterschaft in Serbien (15. bis 29. Januar) gehe es ihm nicht mehr darum, den Konkurrenzkampf zu schüren, sondern eine eingespielte Mannschaft auf dem Feld zu haben, sagte Bundestrainer Martin Heuberger am Donnerstag in Bremen.
Damit besteht die große Chance, dass Stars wie Pascal Hens (HSV Hamburg), Lars Kaufmann (SG Flensburg-Handewitt) oder Oliver Roggisch (Rhein-Neckar Löwen) in Bremen dabei sind. Personelle Änderungen ergeben sich allenfalls noch durch kurzfristige Verletzungen.
"Noch eine kleine Rechnung offen"
Die ungarische Auswahl ist für den Bundestrainer im Anschluss an ein Trainingslager in Barsinghausen ein "ernster und schwerer Gegner", mit dem die deutsche Mannschaft "noch eine kleine Rechnung offen" hat. Bei der WM im vergangenen Januar hatte eine Niederlage gegen Ungarn dazu beigetragen, dass Deutschland ein Qualifikations-Turnier für die Olympischen Spiele 2012 verpasste.
Jetzt soll Anfang 2012 die zweite Chance genutzt werden, um doch noch bei den Olympischen Spielen in London (27. Juli bis 12. August) dabei zu sein. Dafür muss die DHB-Mannschaft bei der EM am Ende die zweitbeste europäische Mannschaft sein, die bis jetzt noch nicht für die Olympischen Spiele qualifiziert ist. Der Europameister-Titel reicht in jedem Fall für die Olympia-Qualifikation.
"Auch für Handballer ist es das Größte, bei Olympia dabei zu sein", so Heuberger. Das Team wisse, was auf dem Spiel stehe: "Wir sind uns der Lage bewusst. Wir werden uns konzentriert vorbereiten und dann denke ich, werden wir das Ziel schaffen", so der Bundestrainer.
Beim Supercup im November war es beim deutschen Team aber noch nicht nach Wunsch gelaufen. Trotz "positiver Ansätze", die Heuberger gesehen hat, wurde das DHB-Team am Ende nach drei Niederlagen Letzter.
"Die Feinabstimmung fehlt noch und die Fehlerquote bei Pässen ist zu hoch", benennt der Bundestrainer die Punkte, an denen gearbeitet werden muss. "Wir müssen besser angreifen und den Torabschluss verbessern." Gleichzeitig sieht Heuberger in seinem Team aber auch jede Menge Potenzial. "Man hat gesehen, was die Mannschaft leisten kann, wenn sie hochmotiviert und konzentriert ins Spiel geht."
Die Zuschauer in der ÖVB-Arena würden sich im Januar sicherlich über eine engagierte Leistung des DHB-Teams freuen. "Das Ziel sind 8000 Zuschauer, aber eine volle Halle würden wir auch nehmen", sagt Mit-Organisator Thomas Gerster. Für das Länderspiel hat die ÖVB-Arena eine Kapazität von 10.000 Zuschauern, Stand heute sind 5000 Karten verkauft.
Heubergers Ziele sind neben der Olympia-Qualifikation langfristiger: Im Jahr 2014 will der Nationaltrainer eine Mannschaft haben, die wieder ernsthaft um internationale Medaillen mitspielen kann.
Ein Video-Interview mit Martin Heuberger sehen Sie im Laufe des Abends an dieser Stelle. Mehr zum Handball-Länderspiel lesen Sie am Freitag im WESER-KURIER.






