| Zwölf Fragen zum Sportjahr 2011 » |
Der Sprinter-Coach betonte, er habe den Sportlern die Injektionen verschafft, sei aber überzeugt gewesen, dass es sich dabei um erlaubte Substanzen handelte. «Ich bin schuld, nicht die Athleten.»
Netto will die Konsequenz aus dem Vorfall ziehen und seine Karriere beenden: «Ich werde aufhören. Es gibt keine Möglichkeit für mich weiterzumachen.» In einer Pressekonferenz sagte Netto, dass der Physiologe Pedro Balikian Junior die Injektionen vorgeschlagen habe. Nach dessen Darstellung sollten dadurch die Erholungsphasen der Athleten beschleunigt werden. «Meine Schuld war es, seinen Worten zu glauben», sagte Netto, der als einer der wichtigsten Trainer in seinem Bereich in Brasilien gilt. «Ich war bei fünf Weltmeisterschaften und zehn Olympischen Spielen. Ich bin von mir selbst sehr enttäuscht.»
Das brasilianische WM-Team ist wegen nun insgesamt sechs Doping- Sperren von 45 auf 39 geschrumpft. Bei den ausgeschlossenen Sportlern handelt es sich um die Kurzstreckenläufer Bruno Lins Tenorio de Barros und Jorge Celio da Rocha Sena (200 Meter, 4x400-Meter- Staffel), Josiane da Silva Tito (4x400 Meter), Luciana França (400 Meter Hürden) und Lucimara Silvestre (Siebenkampf). Bereits zuvor war Lucimar Teodoro (400 Meter Hürden) wegen Doping-Verdachts gesperrt worden. (dpa)






