| Zwölf Fragen zum Sportjahr 2011 » |
"Ich habe auch gedacht, ein 5:5 wäre ein super Ergebnis für uns", sagte Betreuerin Margarete Gluza nach dem Matchball von Inga Kardauskaite. Denn bereits am Freitagabend hatte Marßels Nummer eins, Katharina Michajlova, mitgeteilt, dass sie an einem grippalen Infekt leide. Teammanager Edo Wellmann bat somit Heidrun Woltjen um vorsorgliches Erscheinen. Im Doppel mit Ying Ni Zhan merkte man dann schnell, dass es nicht ging mit Katharina Michajlova. Nur einen Durchgang konnten die Gastgeberinnen für sich entscheiden, Alina Heck und Sarah-Madeleine Schrödter gewannen deutlich mit 3:1 Sätzen. "Normalerweise geht das Doppel nie verloren", grämte sich Edo Wellmann, durfte sich aber zugleich über einen unerwarteten Marßeler Erfolg am Nebentisch freuen. Das Berliner Duo Gaby Rohr/Constanze Heller war in dieser Saison bisher noch ungeschlagen. In Lin Sievers und Inga Kardauskaite fanden sie ihre Meister (3:1).
"Lin hat heute klasse gespielt", benannte Margarete Gluza später eine der Matchwinnerinnen neben Inga Kardauskaite. Lin Sievers gewann anschließend beide Einzel, zunächst gegen Alina Heck mit 3:1 und später mit dem selben Ergebnis gegen Tegels Spitzenspielerin Gaby Rohr. Auch im Einzel stand Gaby Rohr bis dato ohne Niederlage da. Lin Sievers beendete somit zwei Serien der Berlinerin innerhalb kürzester Zeit.
Inga Kardauskaite, durch den Ausfall von Katharina Michajlova auf Position drei aufgerückt, ließ sich ebenfalls nicht beirren. In ihrer ersten Partie siegte die Marßelerin mit 3:1 Sätzen gegen die jüngste Berlinerin, Sarah-Madeleine Schrödter. Und im letzten Einzel des Tages, als es drauf ankam, war sie gegen Berlins Nummer drei, Constanze Heller, mit 31 Jahren älteste im Gästeteam, hellwach. Mit viel Ruhe und präzisen, aber auch variablen Bällen brachte sie die Berlinerin aus dem Rhythmus des gewonnenen ersten Satzes, gewann die drei folgenden und löste den Marßeler Jubel über den Gesamtsieg aus. "Schön, dass Inga dem Druck gewachsen war, als sie gewinnen musste", meinte Margarete Gluza. "Alle haben heute eine super Leistung gebracht und das, was es zu gewinnen gab, auch gewonnen."
Ying Ni Zhan durfte ebenfalls mit ihrem einen Punkt (3:1 gegen Alina Heck) zufrieden sein, da sie auf Position zwei gerutscht war.
Edo Wellmann strahlte ebenfalls und vergaß nicht zu erwähnen, dass Heidrun Woltjen quasi ohne Trainingsvorbereitung in die Partie gegangen war. "Sie hat das Beste aus der Situation gemacht", sagte der Teammanager. So hatten alle Marßeler ihren Anteil daran, dass die Nordbremerinnen jetzt den VfL Tegel in der Tabelle mit 6:4 Zählern überflügelt haben. Der Berliner Aufsteiger aus der Regionalliga war nämlich überraschend gut mit 5:1 Zählern in die Saison gestartet.






