| Zwölf Fragen zum Sportjahr 2011 » |
"Verdient", wie Grambkes Trainer Gerd Anton nach dem Abpfiff der souverän leitenden Schiedsrichter Schweier/Stapper (Werder) zugab. Wenngleich sein Team nicht nur aufgrund von drei vergebenen Siebenmetern durchaus Chancen genug hatte, dem Nordrivalen selbst den Hahn zuzudrehen.
Mit einer kompletten Manndeckung und dem Verweilen ihrer Haupttorschützen Nils Zittlosen und Steven von Salzen-Frick auf der Bank hatten die Gastgeber ihren Gegner in den Anfangsminuten überrascht. "Ein netter Gag, aber den konnte der SVGO natürlich nicht lange durchhalten", sagte HSG-Trainer Henning Schomann gelassen. Dennoch wirkten die Bremer pfiffiger, kämpferisch frecher und brachen immer wieder mit flotten Aktionen über Patrick Buschhardt auf der linken Angriffsseite durch. In der Abwehr standen die Grambker den Niedersachsen außerdem ständig auf den Füßen.
Wer weiß, wie sich das Derby entwickelt hätte, wenn der SVGO seinen 9:6-Vorsprung (16.) weiter ausgebaut anstatt durch das Vergeben von guten Torchancen eingebüßt hätte (9:10/21). "Unsere Achillesferse war das Überzahlspiel", sagte SVGO-Coach Gerd Anton und hatte damit recht. Denn sein Team geriet direkt nach der Pause durch einen abgefälschten Treffer von Andreas Szwalkiewicz, einen gehaltenen Siebenmeter von Schwanewedes starkem Keeper Daniel Sommerfeld und - bei eigener Überzahl - durch zwei schmerzhafte Tempogegenstoßnadelstiche von Jens Wienöbst und Kolja Pietsch binnen kürzester Zeit mit 14:19 in Rückstand (34.).
"Wir hatten aber auch Glück, dass bei Grambke Steven von Salzen-Frick einen schlechten Tag erwischt hatte", betonte der Schwaneweder Jan Mühlbrandt. Tatsächlich stand der SVGO-Schwarzschopf über weite Strecken neben sich. Er hatte aufgrund einer Nebenhöhlenentzündung aber auch Antibiotika nehmen müssen und daher unter der Woche nicht trainieren können. Alternativen beim SVGO gab es ohne den verletzten Sebastian Ruhe keine.
Mitte der zweiten Hälfte hatte der Gastgeber trotzdem zweimal die Chance, die HSG unter Druck zu setzen. Der Franzose Dylan Breysacher, Grambkes Überraschungs-Neuzugang auf Rechtsaußen, knallte seinen Rückhandwurf jedoch beim 20:23 an die Latte (45.). Patrick Buschhardt setzte beim 21:24 einen Hüftwurf neben das Tor (47.). Danach zog Schwanewede auf 27:21 davon.
SV Grambke-Oslebshausen: Franke, Veronese; Krüger (1/1), von Salzen-Frick (2), Tietje (2/1), Pilger, Zittlosen (7/2), Henschel (1), Hägermann, T. Kohrt, B. Kohrt, Buschhardt (6/1), Breysacher (3), Rosemeier (4).
HSG Schwanewede/Neuenkirchen: Sommerfeld, Krüger; Ahrens (2), Hinrichs (2), Schwarze (2), Harms (1), Pietsch (6), Schupp, Theuerholz, Ruckh (5/2), Szwalkiewicz (10/3), Sander, Wienöbst (1), Mühlbrandt (1).






