| Zwölf Fragen zum Sportjahr 2011 » |
"Wenn wir ein Doppel gewinnen, haben wir Chancen auf ein Unentschieden", hatte Kleves Managerin Sabine Bötcher vor der Reise nach Bremen zu Protokoll gegeben. Sie sollte recht behalten. Marßel Duo Lin Sievers/Inga Kardauskaite unterlag der deutsch-niederländischen Paarung Ilka Böhning/Carla Nouwen knapp mit 2:3 Sätzen, das Match zwischen Katharina Michajlova/Ying NiZhan und Jessica Wirdemann/Ariane Liedmeier entschieden die Gastgeberinnen 3:1 für sich.
Anschließend ließen die ehemalige deutsche Nationalspielerin Böhning (3:2 gegen Sievers) sowie die aktuelle holländische Nationalspielerin Nouwen (3:2 gegen Michajlova) im oberen Paarkreuz die Kleverinnen sogar auf einen Sieg hoffen. Doch "Jenny" Zhan (3:0 gegen Liedmeier) und Inga Kardauskaite (3:0 gegen Wirdemann) stellten das 3:3 in Rekordtempo wieder her. Wobei vor allem die Litauerin mit aggressivem Spiel überzeugte, die am Wochenende zuvor noch mit Rückenproblemen hatte passen müssen. Auch Liedmeier hatte gegen Kardauskaite beim 0:3 keine Chance
Im Spitzeneinzel setzte sich Michajlova zwar glatt mit 3:0 gegen Böhning durch, doch ebenso klar gewann Nouwen gegen Sievers. Das letzte entscheidende Einzel zwischen Zhan und Wirdemann wurde zu einer hoch spannenden Partie mit langen Ballwechseln. Die Defensivspezialistin aus Kleve zeigte das bessere Nervenkostüm und siegte nach fünf Sätzen. Dennoch war Marßels Betreuerin Margarete Gluza keineswegs betrübt über den Punktverlust: "Das war doch Tischtennis vom Feinsten und ein Genuss für die Zuschauer."






