| Zwölf Fragen zum Sportjahr 2011 » |
Bergneustadts Trainer Boris Rosenberg entschuldigte sich schon vor Beginn des 13. Spieltages beim Publikum dafür, dass sein Team kein gleichwertiger Gegner werde sein können. Grund: Bergneustadts Nummer eins, Andrea Todorovic, hatte sich bei einem Turnier in Slowenien schwer verletzt (vermutlich Muskelfaserriss im rechten Oberschenkel) und war humpelnd in der Halle erschienen. Und Schwalbes Nummer vier, Hellena Hempel, hatte ein grippaler Infekt von der Platte verbannt. Ersatzspielerinnen, so Rosenberg, hätten ihm nicht zur Verfügung gestanden. Die 320 Kilometer lange Reise nach Marßel hatte die Mannschaft dennoch auf sich genommen, um eine Geldstrafe von 1500 Euro zu umgehen. Sie wäre bei Nichtantreten fällig gewesen.
So lastete bei den Gästen gestern eine schwere Bürde auf den schmalen Schultern der erst 14-jährigen Christine Lammert (sie spielt mit einer Sondergenehmigung in der 2. Bundesliga) und der doppelt so alten Judith Hanselka. Beide sorgten im Doppel gegen Inga Kardauskaite und Lin Sievers zumindest für ein wenig Spannung, entschieden sie doch den ersten Satz mit 11:9 für sich. Das aber sollte auch schon der einzige von insgesamt 19 Sätzen an diesem Sonnabend sein, der im Nest der "Schwalben" verblieb.
Danach machte zunächst Inga Kardauskaite in drei Sätzen mit 33:12 Punkten kurzen Prozess mit Christine Lammert, anschließend setzte sich Marßels Nummer eins, Katharina Michajlova, ebenfalls glatt mit 3:0 gegen Judith Hanselka durch.
SG Marßel – TTC Bergneustadt 6:0 (18:1 Sätze)
Sievers/Kardauskeite - Hanselka/Lammert 3:1 (9:11, 11:4, 11:6, 13:11); Michajlova/Zhan - Todorovic/Hempe 3:0 (11:0, 11:0, 11:0 kampflos); Michajlova - Hanselka 3:0 (11:7, 11:7, 11:8); Sievers - Todorovic 3:0 (11:0, 11:0, 11:0 kampflos); Zhan - Hempe 3:0 (11:0, 11:0, 11:0 kampflos); Kardauskaite - Lammert 3:0 (11:4, 11:5, 11:3)






