| Zwölf Fragen zum Sportjahr 2011 » |
Das deutliche 29:22 (11:12) spiegelte für ihn lediglich die verzweifelten Bemühungen seiner Schützlinge wider, das Blatt in der letzten Viertelstunde noch zu wenden. Mit verschiedenen Abwehrvarianten, unter anderem mit einer doppelten Manndeckung, versuchten die Gäste aus dem Kreis Verden nach dem 25:20 den Lauf des HSV Insel Usedom zu brechen. Vergeblich. Die Achimer gingen gegen die von einem begeisterungsfähigen Publikum in der "Pommernhölle" angetriebene Heimmannschaft unter.
Faciejew sprach dennoch von einem "Spiel auf Augenhöhe". Tatsächlich hatte der Achimer Rechtsaußen Ngadhnjim Xhafolli in der 42. Minute mit einem zum 19:19 verwandelten Siebenmeter noch einmal den Ausgleich für den ehemaligen Zweitbundesligisten herstellen können. Dann aber genügten einige vermeidbare Ballverluste, unter anderem zwei technische Fehler des Rückraumlinken Tobias Freese, um die Gäste völlig aus dem Konzept zu bringen und die Heimmannschaft in einen wahren Spielrausch kommen zu lassen.
Drei Tore in den letzten 15 Minuten
Dafür wiederum fand Faciejew keine rechte Erklärung. "Die Moral war da, und auch konditionell hat es keine Probleme gegeben." Es lastete aber offenbar zu viel Verantwortung allein auf den Schultern Tobias Freeses, der im zweiten Durchgang nicht mehr so wirkungsvoll auftrat wie im ersten. Faciejew: "Bis zur Pause hat Tobi ein richtig geiles Spiel abgeliefert." In der vierten Viertelstunde ging dann aber nicht mehr viel bei der SG Achim/Baden. Ganze drei Tore die erschreckend geringe Gesamtausbeute in den letzten 15 Minuten.
Faciejew haderte aber noch mehr mit seiner Abwehr, die den Insulanern nach der Pause nicht mehr so viel entgegen zu setzen hatte. Als Konsequenz daraus ergab sich in der 46. Minute auch der Wechsel im Tor zwischen Arne von Seelen und Marco Blum. Arne von Seelen hatte das Gros der von ihm abgewehrten zwölf Bälle in der ersten Hälfte gehalten. Ein Spielausgang mit einer Differenz von sieben Toren zu Gunsten der Gastgeber hatte sich daher in der ersten Halbzeit nicht abgezeichnet. Faciejew: "Wir haben den Gegner beherrscht!"
Bis auf 5:10 setzten sich die Spieler um Abwehrchef Cord Katz ab. Sie versäumten es aber in dieser Phase, noch einige weitere Treffer nachzulegen, um so den Widerstand des HSV zu brechen. Gleich dreimal konnten die Gäste aus einer gegnerischen Unterzahl kein Kapital schlagen. Beim Stand von 7:10 vergab Tobias Freese einen Siebenmeter. Die Männer von Trainer Jens-Peter Teetzen verkürzten daraufhin kurz vor der Pause auf 11:12.
HSV Insel Usedom – SG Achim/Baden 29:22 (11:12)
SG Achim/Baden: Blum (ab 45.), von Seelen (12 Paraden); Xhafolli (5/3), Schanthöfer (6), Podien, Katz (1), Zschorlich (1), Meier (1), Schierenbeck (1), Freese (5/2), Block-Osmers (1), Doormann (1), Balke






