Achim/Baden legt mit starker erster Hälfte den Grundstein zum 33:25 im Spitzenspiel gegen Habenhausen

 - 14.03.2011

Denker und Freese kaum zu bremsen

Von Jürgen Prütt
Achim. Wer soll die Handballer der SG Achim/Baden auf ihrem Weg in die 3. Liga noch stoppen? Auch die nach zuletzt 15:1 Punkten in Folge als Mannschaft der Stunde der Oberliga Nordsee in Achim aufgelaufenen Gäste vom Tabellenfünften ATSV Habenhausen waren dazu am Sonnabend nicht in Lage. Mit 33:25 (15:10) setzte sich der Spitzenreiter klar durch.

"Ich denke, die Zuschauer dürfen zufrieden sein. Wir haben eine starke erste Halbzeit gespielt, wobei sich Arne von Seelen, Patrick Denker und Tobias Freese ein Sonderlob verdient haben", zog SG-Trainer Irek Faciejew ein Fazit.

Sein Bremer Kollege Lars Müller-Dormann haderte zwar mit den Schiedsrichtern ("Haben mit zweierlei Maß gepfiffen"), räumte aber auch ein, dass der Sieg der SG, wenn auch ein, zwei Tore zu hoch ausgefallen, in Ordnung ging. "Wir haben es Mitte der ersten Halbzeit versäumt, in Überzahl in Führung zu gehen", verwies der Trainer der Gäste auf die vielleicht entscheidende Phase vor der Pause, als der Spitzenreiter nach Zeitstrafen gegen Roman Döhling (Foulspiel) und Malvin Patzack (Wechselfehler) zwei Spieler weniger auf dem Parkett hatte. Anstatt das zahlenmäßige Übergewicht auf dem Feld beim Stand von 6:6 zu nutzen, unterlief zunächst Derk Marien ein Stürmerfoul und wenig später folgte ein Schrittfehler von Pascal Fischer. "Da haben wir nicht clever genug agiert", stellte Müller-Dormann fest.

Überhaupt sollte den Südbremern danach bis zur Halbzeit in der Offensive kaum noch etwas gelingen. Die SG Achim/Baden zog auf 11:7 durch Patrick Denker davon und baute den Vorsprung zwischenzeitlich auf sechs Tore aus (13:7). Nach dem Wechsel ließen sich die Gastgeber auch durch das 20:17 von ATSV-Linksaußen Eugen Mock nicht beirren. Spätestens als Rückraum-Linkshänder Patrick Denker mit seinem zehnten Tor nach 50 Minuten zum 27:20 getroffen hatte, war das Spiel entschieden.

"Paddy" Denker (10/3 Treffer) hatte auf Seiten der Spielgemeinschaft genau wie Tobias Freese (11/2) einen starken Tag erwischt. Fast jeder Wurf der beiden Zweite-Reihe-Leute der SG fand den Weg ins Tor. Im Team von Lars Müller-Dormann wusste als Angreifer nur Derk Marien mit acht Toren einigermaßen mitzuhalten. "Wir haben aus der Rückraummitte zu wenig Druck entwickelt, zudem war Björn Wähmann nach einer Gehirnerschütterung noch gehandicapt", gab der Trainer der Südbremer zu Protokoll.

Den Schlusspunkt zum 33:25 setzte Achims Youngster Simon Bock mit einem feinen Stemmwurf. Bock war ebenso wie Arne Zschorlich, Niclas Schanthöfer und Torben Schierenbeck erst in den Schlussminuten der entschiedenen Partie zum Einsatz gekommen. Zuvor hatte Irek Faciejew lange Zeit seiner Stammformation das Vertrauen geschenkt und zwischenzeitlich nur Malvin Patzack für Tobias Freese gebracht. Auf Außen setzen Sören Meier (rechts) und Roman Döhling (links) die taktischen Vorgaben ihres Trainers insbesondere in der Defensive um. Faciejew: "Sören und Roman sollten wenig Tore von den starken Flügelspielern des Gegners zulassen. Das haben sie gut gelöst."

Zwei Rote Karten gegen den ATSV

Für zwei Spieler der Gäste war die Partie in der Gymnasiumhalle bereits vorzeitig beendet. Noch vor der Halbzeit erhielt Marcel Fischer von Schiedsrichter Sebastian Reiners, dessen älterer Bruder Stefan übrigens als Hallensprecher am Mikrofon saß, die direkte Rote Karte, nachdem er Roman Döhling beim Gegenstoß attackiert hatte. In der Schlussminute folgte Andre Lange nach einem Gerangel mit Simon Bock.

Die SG Achim/Baden muss ihren Vier-Punkte-Vorsprung auf den beim TV Cloppenburg siegreichen Verfolger TSV Bremervörde am kommenden Sonnabend beim TV Schiffdorf verteidigen. Irek Faciejew: "Auswärtsspiele sind immer schwer und Schiffdorf hat immerhin jüngst zu Hause gegen Cloppenburg gewonnen."





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