| Zwölf Fragen zum Sportjahr 2011 » |
Zuletzt absolvierte Malte Grashoff für das U19-Team der Grün-Weißen 21 der 26 Pflichtspiele in der Bundesliga Nord/Nordost und belegte zum Saisonschluss mit dem Team Rang zwei. Am Montag fand auf Platz 11 der traditionelle U23-Lakattest unter Leitung von Nachwuchs-Chefcoach Thomas Wolter statt - mittendrin der junge Mann aus Riede-Felde.
Es ist ein Einjahres-Vertrag, mit dem der 19-Jährige aus dem Kreis Verden ausgestattet wurde. Grashoff, der gerade sein Abitur in der Tasche hat, will sich nunmehr zwölf Monate lang voll auf den Fußball konzentrieren und besitzt keine anderen Berufsambitionen. Sieben weitere Spieler aus seiner U19-Bundesliga-Mannschaft des SVW sind in den Kader von Thomas Wolter aufgerückt.
Malte Grashoff, ein Linksfuß für die Sechser-Position ("Ich sehe mich da als Bindeglied zwischen Abwehr und Mittelfeld."), hat gerade einen großen Leistungsschub hinter sich, weiß aber nur zu genau, dass der Sprung von den A-Junioren zu den Herren nicht so leicht zu meistern sein wird. "Mein Ziel ist es, mich weiterzuentwickeln und so viele Einsatzzeiten wie möglich zu erhalten", erklärt der 19-Jährige, dessen Vater Meinhard früher als Herrenspieler unter anderem beim TuS Syke auch höherklassig kickte - jedoch nicht so hoch wie jetzt der Filius.
"Großer Traum" Weserstadion
Malte Grashoff weiß, dass beim SV Werder viel Wert auf die Ausbildung gelegt wird und dass man über eine gute Truppe verfügt. Davon will er auch in der kommenden Saison profitieren. "Es ist natürlich ein großer Traum, einmal im Weserstadion zu spielen", gesteht der Felder, der seine fußballerischen Wurzeln beim MTV Riede hat, zwischenzeitlich auch für den TSV Schwarme und SC Weyhe (unter anderem in der Regionalliga) spielte. Natürlich träumt ein junger Fußballer davon, dass er dort als Bundesliga-Profi kicken kann. "Doch daran denke ich gar nicht, denn das ist ein ganz weiter Weg dahin", erklärt Grashoff, "ich konzentriere mich vielmehr voll und ganz auf die U23."
Im defensiven Mittelfeld - auf der Sechser-Position - sieht der 19-jährige Fußballern aus der Gemeinde Riede seine Lieblingsposition, denn da fühlt er sich sehr wohl. Er erinnert sich aber daran, dass er in der Jugend auch schon als linker Verteidiger eingesetzt wurde. Ein richtiges Vorbild hat Grashoff nicht. "Es gibt viele gute Sechser. Vielleicht ist Bastian Schweinsteiger einer, wo ich hinschauen kann."
Sascha Bremsteller als Wegbereiter
Sascha Bremsteller - mittlerweile Trainer der Rieder Bezirksliga-Herren - ebnete dem Spieler Malte Grashoff zu E-Junioren-Zeiten den Weg nach Bremen in Werders U11 (älterer Jahrgang). Vereinswechsel - auch zum SC Weyhe - erfolgten stets, weil beim neuen Verein zu diesem Zeitpunkt die sportlichen Perspektiven besser waren. Bei der Frage nach dem Trainer, bei dem er am meisten gelernt habe, bleibt der Felder eine präzise Antwort schuldig. "Jeder Trainer ist anders, von jedem nimmt man etwas mit", urteilt er.
Ist der Vertrag für die U23 ein Highlight in der jungen Karriere des Fußballers Malte Grashoff, so denkt er mit Unbehagen an die bitterste Niederlage der vergangenen Serie zurück. "Das war die 1:2-Niederlage nach Verlängerung, die wir im DFB-Pokal-Halbfinale in Rostock kassiert haben. Wir wären nur zu gerne zum Finale nach Berlin gefahren", spricht der Felder auch im Namen seiner Mannschaftskollegen aus der vergangenen Spielzeit.
Knapp verpasst - um drei Tore - wurde auch die Meisterschaft in der Bundesliga Nord/Nordost, wo man dem VfL Wolfsburg - der sich gerade erstmals die Deutsche Meisterschaft sicherte - den Vortritt lassen musste. Malte Grashoff sieht seine Stärken im Zweikampfverhalten und im Ehrgeiz. Doch er selbst kennt auch seine Schwächen. "An meiner Schnelligkeit muss noch gearbeitet werden. Ich wäre gern noch einen Schritt schneller." Für die Zeit während der Saison stellt sich der 19-Jährige auf sechsmaliges Training in der Woche und die Liga-Spiele ein. In der
Vorbereitung mit acht Testspielen sind es mehr Übungseinheiten. Nach dem ersten Testspiel am kommenden Sonnabend beim HEBC Hamburg sind auch bei den Auftritten in der Region zwei Begegnungen im Kreis Verden vorgesehen: am Dienstag, 28. Juni, beim SV Vorwärts Hülsen und am Dienstag, 12. Juli, beim TSV Achim. Anstoß ist jeweils um 19 Uhr.






