| Zwölf Fragen zum Sportjahr 2011 » |
Verden. Hilmar Meyer wurde gestern auf eine harte Geduldsprobe gestellt. "Als 14. so früh dran zu sein in einem so großen Feld war natürlich nicht so schön", verriet der 48-jährige Betreiber eines Turnierstalles in Morsum. Umso größer war die Freude, dass sich die von ihm mit dem Holsteiner Animous gelegte Messlatte - Nullrunde in 54,31 Sekunden - für fast alle der folgenden Starter als zu hoch erwies. "Der Wallach ist sehr gut in Form. Ich bin zufrieden." Neben Animous, der in seinem und Tjark Nagels Besitz ist, hatte der in Verden geborene Meyer auf die Brandenburger Stute Coverlady gesetzt, die nicht an die vor kurzem in den Niederlanden erzielten Leistungen anknüpfen konnte, gleich am dritten der zwölf Sprünge einen Abwurf hatte und am vorletzten noch einen weiteren.
Grund zur Freude gab Meyer in derselben Prüfung auch das gute Abschneiden der unter seiner Ägide und ebenfalls für den RV Aller-Weser reitenden Linn Zakariasson. Mit dem Schimmelhengst Call Me Number One blieb die Schwedin fehlerfrei und mit der Oldenburger Stute Luzifer landete sie ebenfalls im vorderen Feld. Dazu kam noch ein zwölfter Platz in der Youngster-Tour mit der Stute Cara Obolensky.
Cum Laude in ausgezeichneter Form
Für einen weiteren Meyer, den Augsburger Mannschaftseuropameister Tobias Meyer, hat sich Verden gestern abermals als gutes Pflaster erwiesen. Der inzwischen 23-jährige Profireiter, der 2008 mit Annabell Deutscher Meister geworden ist und ein Jahr zuvor mit Loriot den Großen Preis in der Niedersachsenhalle gewonnen hat, setzte sich gestern bei der Quali für die Mittlere und Große Tour mit Pour le Passage auf Platz zwei und bei der Youngster-Tour mit Quickley sogar an die Spitze der Wertung, als er mit 45,60 Sekunden die schnellste Nullrunde hinlegte. Und mit Nonplusultra hatte er noch ein weiteres Eisen im Feuer. Der Wallach aus westfälischer Zucht beförderte ihn in 46,27 ohne Abwurf überstandenen Sekunden auf den zweiten Platz in der zweiten Abteilung.
Das zweitbeste Resultat in dieser gestrigen Auftaktprüfung legten Torben Köhlbrandt (Fehmarnscher Ringreiterverein) und sein Westfalen Hengst Con Climax (45,99) vor. Als bester vierbeiniger Prüfungsteilnehmer in der zweiten Abteilung verdiente sich Cum Laude die höchste Auszeichnung. Geritten von Joachim Heyer aus Cappeln, wurden für den westfälischen Hengst 45,65 Sekunden gestoppt.
Die Springwettbewerbe bieten heute Abend ab 20.30 Uhr mit der zweiten Qualifikation in der Großen Tour einen weiteren Höhepunkt. Bereits um 17 Uhr findet das mit Stechen ausgeschriebene Finale der Youngster-Tour statt. Am Sonntag (16 Uhr) geht die Große Tour mit dem Concordia-Preis in ihre Entscheidung. Im vergangenen Jahr hatte Thomas Voß aus dem holsteinischen Schülp mit dem elfjährigen Holsteiner Hengst Carinjo die mit 15000 Euro höchstdotierte der 21 Prüfungen in der Verdener Niedersachsenhalle gewonnen.
In der Dressur steht heute bereits mit Beginn 8 Uhr der Kurz-Grand-Prix auf dem Programm. Das Finale ist für Sonntag (9.30 Uhr) angesetzt.






