SG Achim/Baden

 - 03.02.2012

Dem Debakel folgt ein Schlüsselspiel

Von Jürgen Prütt
Achim. Im Hinrundenvergleich am 17. September des vergangenen Jahres hatten die Drittliga-Handballer der SG Achim/Baden der TS Großburgwedel noch einen großen Kampf geliefert, sie konnten beim 23:26 wenigstens einen Achtungserfolg erzielen. Davon waren die Männer um Trainer Irek Faciejew am Sonnabend weit entfernt.
Marco Blum gehörte beim jüngsten 18:34 gegen die TS Großburgwedel zu den wenigen Achimer Spielern, die sich in der gewohnten Form präsentierten. Morgen muss der Torwart mit seiner Mannschaft beim ebenfalls abstiegsgefährdeten HSV Insel Usedom antreten.
Marco Blum gehörte beim jüngsten 18:34 gegen die TS Großburgwedel zu den wenigen Achimer Spielern, die sich in der gewohnten Form präsentierten. Morgen muss der Torwart mit seiner Mannschaft beim ebenfalls abstiegsgefährdeten HSV Insel Usedom antreten.

Das Rückspiel vor nicht einmal 200 Zuschauern in der spärlich besetzten Achimer Gymnasiumhalle ging mit 18:34 überaus deutlich verloren. "Die Art und Weise wie wir uns präsentiert haben, war nicht okay", bemängelte Irek Faciejew, "wir dürfen den Punkten aber nicht lange nachtrauern, sondern müssen uns sofort auf die wichtige Partie beim HSV Insel Usedom konzentrieren."

"Die SG Achim/Baden wird nicht mit breiter Brust kommen. Das ist gut für uns, denn dieses Match ist zum derzeitigen Zeitpunkt das wohl wichtigste Saisonspiel für unsere Mannschaft. Denn mit einem Heimsieg können wir zwei Plätze in Richtung Mittelfeld gutmachen", gibt sich HSV-Trainer Jens-Peter Teetzen trotz der jüngsten 33:40-Niederlage seiner Mannschaft beim ebenfalls abstiegsgefährdeten DHK Flensborg kämpferisch. Selbiges gilt im Kellerduell in der Ahlbecker Pommernhalle für den Klub aus dem Kreis Verden. Bei einem Erfolg ist seine Chance günstig, in der Tabelle zumindest am Stralsunder HV vorbeizuziehen, der beim Spitzenreiter HF Springe vor einer kaum lösbaren Aufgabe stehen dürfte.

"Wir sind stark genug, um das Spiel gegen Großburgwedel auszublenden", versichert Achims Keeper Marco Blum. Er stand am Sonnabend trotz einer ordentlichen Quote (elf Paraden) deutlich im Schatten seines Gegenübers Jörg-Uwe Lütt, der die Bälle förmlich angezogen hatte. "Der vergangene Spieltag ist noch glimpflich für uns verlaufen", verweist Marco Blum auf Niederlagen der Konkurrenz im Abstiegskampf. "Gegen Großburgwedel haben wir im Angriff hilflos agiert, letztendlich hätte es aber schlimmer kommen können", so die Feststellung des 42-jährigen Achimer Torhüters.

Große Hoffnungen setzt man im Lager der SG Achim/Baden auf die Rückkehr von Tobias Freese und Malvin Patzack. Der gegen Großburgwedel verhinderte und im mit 35:28 gewonnenen Hinrundenmatch gegen Usedom neunmal erfolgreiche "Tobi" Freese kehrt schon morgen (Anwurf: 19 Uhr) ins Team zurück. Das Comeback von Malvin Patzack dagegen ist nach einem dreimonatigen Auslandsaufenthalt für das folgende Heimspiel gegen den SC Magdeburg II vorgesehen. "Malvin hat sich bestimmt fit gehalten", glaubt Marco Blum, "er wird nach einer kurzen Eingewöhnungsphase schnell wieder der alte sein."

DHK Flensborg holt bedrohlich auf

Nachdem die European Handball Federation (EHF) in der vergangenen Woche eine halbjährige Sperre für Rückraumspieler Maris Versakovs ausgesetzt hat, besitzt auch der SV Beckdorf im Kampf um den Ligaverbleib wieder bessere Karten. Nicht ausgeschlossen, dass Beckdorf seine drei Spiele ohne den Letten (0:6 Punkte) wiederholen darf.

Mit der Rückkehr des Nationalspielers in den Kader des SV Beckdorf stellte sich der Erfolg aber nicht gleich wieder ein. Uwe Inderthals Mannschaft verlor ihr jüngstes Heimspiel gegen die Reinickendorfer Füchse II mit 24:32 und bleibt in der Tabelle auf dem drittletzten Platz. Aufbruchstimmung macht sich dagegen beim DHK Flensborg (am letzten Hinrundenspieltag in eigener Halle von der SG Achim/Baden geschlagen) breit.

Ein kurz vor Weihnachten vollzogener Trainerwechsel scheint sich auszuzahlen. Unter der Regie des früheren Weltklasse-Kreisläufers Matthias Hahn haben die "Nordmänner" den Abstand auf die SG Achim/Baden mit zwei Heimsiegen auf zwei Punkte verringert. An der Flensburger Förde gibt es wieder Hoffnungen auf den zwischenzeitlich schon verloren geglaubten Klassenerhalt.





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