| Zwölf Fragen zum Sportjahr 2011 » |
Von den 56 angemeldeten Schützen und Schützinnen erschienen nur 41 zu dem Turnier. Hermann Weber vom gastgebenden Verein gab dem Regenwetter die Schuld dafür. Angereist waren viele Starter aus der Region und einige aus dem Harz, aus Hannover oder Berlin. In zwei Durchgängen feuerten sie an 17 Zielscheiben je 144 Wettkampfpfeile ab. Insgesamt konnten also 1440 Ringe erzielt werden. Ab einer Trefferzahl von 1000 Ringen wurden die Sterne je nach Leistung verliehen. Anders als üblich, habe man sich sich dafür entschieden, jeden Schützen sechs anstatt vier Mal schießen zu lassen, bevor der nächste an der Reihe ist, erläuterte Weber. Dadurch komme mehr Ruhe in den Wettkampf.
Nach dem ersten Durchgang, und somit nach 72 Pfeilen, führte Marco de Vries aus Hannover in der Klasse Recurve Men mit 562 Ringen. "Alle, die jetzt schon über 500 Ringe haben, sind natürlich gut im Rennen um die Sterne", erklärte Weber. Trotzdem könne noch kein Sieger ausgemacht werden, da neben Technik und Kraft eine enorme mentale Ausdauer gefordert sei. "Nicht jeder Schütze kann sich durch den ganzen Wettkampf hindurch voll konzentrieren". Rüdiger Straub und Judith Kühn hielten sich nach dem ersten Durchgang alles offen. 472 beziehungsweise 476 Ringe trafen sie bis zur Halbzeit und lagen damit im guten Mittelfeld.
Der Hannoveraner de Vries bewies schließlich Durchhaltevermögen. Er lag auch am Ende des Tages vorne und gewann in seiner Klasse mit 1195 Ringen. Straub, der in der gleichen Gruppe angetreten war, gelang es ebenfalls, die 1000er-Marke zu knacken und sich einen Stern zu sichern. Kühn lag mit 985 Ringen knapp unter der angepeilten Punktzahl. In der Frauenklasse Recurve Women sicherte sich Jennifer Heß von der Geestacher Schützengilde den Sieg. Sie traf 1206 Ringe.
Organisator Weber zeigte sich zufrieden mit dem Verlauf des Turniers und dem Abschneiden der zwei Delmenhorster Schützen: "Beide waren zum ersten Mal dabei und sind glücklich mit ihrem Abschneiden. Auch wenn es für Judith Kühn nicht zu einem Stern gereicht hat". 23 Helfer hatten an drei Tagen alles für das Turnier vorbereitet. "Es lief reibungslos", lobte Weber die Organisation des Wettkampfes, der bereits zum siebten Mal vom Verein Bogensport Delmenhorst ausgerichtet wurde.






