| Zwölf Fragen zum Sportjahr 2011 » |
Während seines Vortrags "Sportbünde 2015" sprach Engelhardt vor Oberbürgermeister Patrick de la Lanne sowie Vertretern aus Sport und Politik über Chancen und Risiken, die sich den Sportbünden im Land Niedersachsen in Zukunft bieten. "Wir brauchen gar nicht lange drumherum reden: Die Mitglieder werden weniger", betonte der LSB-Geschäftsführer - und hatte die entsprechenden Zahlen parat. So hat der SSB Delmenhorst im Jahr 2000 noch rund 21000 Mitglieder gezählt, 2005 waren es schon nur noch gut 19000. Die aktuellsten Zahlen (2010) weisen rund 16500 Mitglieder aus. "Diese Werte muss man natürlich in Bezug auf die Bevölkerungsentwicklung sehen", erklärte Engelhardt - betonte aber auch: "Es ist ein hoher Anspruch, diesen Trend zu stoppen. Daran müssen die Funktionsträger in Sportvereinen ihr alltägliches Verhalten ausrichten." Um Problemen wie dem starken Rückgang an Ehrenamtlichen sowie der Einführung von Ganztagsschulen an immer mehr Standorten begegnen zu können, "müssen die
einzelnen Sportbünde enger zusammenrücken".
Genau das ist in Delmenhorst im Juni geschehen, als der Kooperationsvertrag mit den Sportbünden Cloppenburg, Landkreis Oldenburg und Vechta abgeschlossen wurde. "Früher ging es hauptsächlich um die Organisation des Sport- und Spielbetriebes, heute tragen die Sportbünde eine verstärkte gesellschaftliche Verantwortung", hob Engelhardt hervor. Das Projekt "Sportbünde 2015" sieht deshalb vor, dass bis Ende des Jahres 2014 "möglichst alle Sportbünde in Niedersachsen in Kooperationsvereinbarungen untergebracht sind".
Heino Brackhahn, der die geringe Beteiligung (etwa 40 Teilnehmer) an der Arbeitstagung kritisiert hatte ("Da muss mehr kommen"), ging auf die Situation des Sports in Delmenhorst ein - und stellte dabei klar: "Wir haben in unseren 61 Vereinen insgesamt 688 Mitglieder weniger als noch im Vorjahr. Bei den sieben- bis 14-Jährigen sind es 314 weniger. In diesem Bereich müssen wir etwas tun und noch enger mit den Schulen zusammenarbeiten." Aktuell befänden sich sieben Delmenhorster Vereine in Kooperationen mit Schulen vor Ort, acht von 82 Sportarten würden abgedeckt.
Brackhahn, der bekanntgab, im kommenden Jahr nicht mehr als SSB-Vorsitzender kandidieren zu wollen, nutzte die Tagung, um Katrin Quaas (TuS Hasbergen), Angelika Tebelmann (Delmenhorster TB) sowie Wolfgang Lennarz und Olaf Boldt (beide Bogensport Delmenhorst) die Silberne SSB-Ehrennadel für langjährige ehrenamtliche Arbeit zu überreichen. Auch der zweite Vorsitzende des SSB, Holger Fischer (Delmenhorster TV), wurde mit einer Nadel bedacht, konnte die Auszeichnung aus gesundheitlichen Gründen allerdings nicht persönlich entgegen nehmen.






