| Zwölf Fragen zum Sportjahr 2011 » |
Damals hatten sich die geschäftsführenden Vorstände aus den Kreisen Delmenhorst und Oldenburg-Land in Hundsmühlen getroffen, um ein erstes Gespräch über die Details eines möglichen Bündnisses zu führen. "Ich gehe davon aus, dass es im Juli nun soweit ist", betont Erich Meenken, Vorsitzender des NFV-Kreises Delmenhorst.
Sowohl Meenken als auch Hartmut Heinen, Vorsitzender des Kreises Oldenburg-Land, haben das "Projekt Fusion" in den vergangenen Jahren vorangetrieben. So gibt es beispielsweise seit August einen gemeinsamen Lehrausschuss für beide Kreise unter der Leitung von Doris Prey-Klaassen (Oldenburg-Land). Am vergangenen Montag hat Heinen - in Anwesenheit von Meenken - die Mitarbeiter "seines" Kreises über die Fusion informiert.
Als nächsten Schritt planen die Verantwortlichen für das Frühjahr außerordentliche Kreistage, "auf denen die jeweiligen Auflösungen beschlossen werden", erklärt Heinen. Während eines Fusionskreistages soll anschließend die Gründung des neuen Kreises erfolgen - mit Heinen als Vorsitzendem und Meenken als dessen Stellvertreter. "Abschließend muss das Ganze noch vom Verbandsvorstand abgesegnet werden", erklärt Meenken.
Der letzte Schritt dürfte allerdings eine reine Formalie sein. Schließlich hat es sich der NFV schon vor geraumer Zeit zum Ziel gesetzt, die Zahl seiner Kreise (aktuell 47) aufgrund von Bevölkerungsrückgang und Mangel an Ehrenamtlichen zu reduzieren. "Es sollen bald noch maximal 35 sein", weiß Meenken, der in Delmenhorst damit zu kämpfen hat, dass "die Aufgabenfülle größer wird und wir Probleme haben, alle Ämter zu besetzen".
Bisher erst eine Kreis-Fusion im NFV
Vor diesem Hintergrund dürfte es den NFV-Verantwortlichen entgegen kommen, dass sich Delmenhorst und Oldenburg-Land zum Zusammenschluss entschieden haben - zumal das zuvor lediglich drei Kreise getan haben. Im Oktober hatten sich Goslar, Salzgitter und Wolfenbüttel zum Kreis "Ostharz" vereinigt. Zwar überlässt der NFV die Abwägung für oder gegen eine Fusion den Kreisen selbst - das könnte sich nach Meinung von Meenken aber ändern: "Ich denke, dass der NFV vor dem nächsten Verbandstag im Jahr 2014 auf Fusionen drängt. Der Druck wächst."
Was den Spielbetrieb betrifft, wird sich nach der Zusammenlegung allerdings nicht viel ändern, schließlich bilden Delmenhorst und Oldenburg-Land bereits seit dem Jahr 2005 eine Spielgemeinschaft. Heinen verspricht sich aber vor allem in Sachen Personal eine Verbesserung: "Alle Positionen, die zu vergeben sind, werden besetzt - ohne Doppelfunktionen."
Was den Namen des neuen Kreises angeht, können Meenken und Heinen übrigens noch keinen Vollzug melden. "Wir haben Vorschläge diskutiert, aber noch nicht endgültig. Es sollten in jedem Fall beide Kürzel auftauchen", sagt Heinen. An der Namensfrage dürfte die Fusion allerdings nicht mehr scheitern. "Wir sind uns insgesamt einig", fasst Meenken zusammen.






