| Zwölf Fragen zum Sportjahr 2011 » |
In Sven Apostel schließt sich dem Team von Trainer Raphael Riekers vor der Rückrunde ein Spieler an, der in der Vergangenheit unter anderem für den FC Oberneuland und den VfB Oldenburg gespielt hat. Zuletzt war der 35-Jährige vereinslos, nachdem sein Engagement beim TuS Heidkrug ein unrühmliches Ende genommen hatte (wir berichteten). "Das ist vorbei. Jetzt freue ich mich auf die neue Aufgabe in Ganderkesee. Wir werden alles dafür geben, um den Klassenerhalt noch zu schaffen", verspricht Apostel, der gemeinsam mit Apostolos Papakostas die zentrale Achse im Mittelfeld des Aufsteigers bilden dürfte. "Dass er bleibt, ist extrem wichtig für die Mannschaft", freut sich Apostel auf das Zusammenspiel mit dem griechischen Ex-Profi.
Die Verantwortlichen des TSV Ganderkesee, die den Apostel-Deal bereits Ende Januar fix gemacht hatten, setzen indes große Hoffnungen in den Winterzugang. "Ich hoffe sehr, dass er uns mit seiner Erfahrung helfen kann. Wir wollen unbedingt in der Klasse bleiben und geben nicht auf", betont Fußball-Abteilungsleiter Andreas Volk.
Bei neun Punkten Rückstand auf einen Nichtabstiegsplatz, die Ganderkesee als Tabellenvorletzter aktuell aufweist, ist allerdings auch Apostel bewusst, dass ihm und seinen neuen Kollegen eine schwierige Aufgabe bevorsteht. "Also ein Selbstläufer wird das für uns nicht", schmunzelt der 1,80 Meter große Mittelfeldmotor, der übrigens bereits vor zwei Jahren kurz vor einem Wechsel nach Ganderkesee stand, sich damals aber für den Oberligisten VSK Osterholz-Scharmbeck entschieden hatte. "Dafür hat eben jetzt alles zusammengepasst." Neben seinem Einsatz in der ersten Herrenmannschaft soll Apostel im Verein zudem weitere Aufgaben übernehmen. "Er wird zunächst mithelfen, Jugendteams zu betreuen", erklärt Volk. Im April möchte der Zugang dann anfangen, seine Trainer-C-Lizenz zu erwerben.
Bis das allerdings soweit ist, dürfte wohl klar sein, ob Ganderkesee in Sachen Klassenerhalt noch ein Wörtchen mitreden kann. Apostel jedenfalls ist laut Andreas Volk ab sofort spielberechtigt, wird der Mannschaft von Trainer Raphael Riekers also auch im ersten Pflichtspiel des Jahres - beim richtungsweisenden Duell gegen den VfL Wildeshausen - am 3. März zur Verfügung stehen.
"Wir müssen sehen, wofür es dann am Ende der Saison reicht. Ich halte die Mannschaft aber auf keinen Fall für so schlecht, wie es der derzeitige Tabellenstand vermuten lässt", betont Ganderkesees neuer Hoffnungsträger.






