Harpstedter TB: Weil kein anderer kandidiert, bleibt der alte Vorsitzende im Amt/Forderung nach Hauptamtlichen/Mitglieder geehrt

 - 20.02.2012

Detlef Dräger will seinen Verein "nicht im Stich lassen"

Von Gunnar Schäfer
Harpstedt. Eigentlich wollte er aufhören, macht nun aber doch weiter: Detlef Dräger ist der alte und neue Vorsitzende des Harpstedter TB. Da sich während der Jahreshauptversammlung des Vereins am Freitagabend kein potenzieller Nachfolger zur Wahl stellte, trat Dräger erneut an.

"Ich wollte den Verein nicht im Stich lassen. Mir ist es aber sehr wichtig, dass ich nun Hilfe bei der Vorstandsarbeit bekomme", sagte Dräger, der bereits seit sechs Jahren der erste Mann des Harpstedter TB ist, es aber nur noch auf absehbare Zeit bleiben möchte: "Es gab schon Gespräche mit verschiedenen Kandidaten, sodass ich mir sicher bin, in ein bis zwei Jahren das Amt abgeben zu können." Während den Wahlen wurden zudem Frank Wobig (Geschäftsführer), Andrea Wobig (Frauenwartin) sowie Helmut Meyer (Mitglied im Ehrenrat) ins jeweilige Amt gewählt.

Mit insgesamt 106 stimmberechtigten Anwesenden des rund 1700 Mitglieder starken Vereins war die Jahreshauptversammlung ordentlich besucht. Nach der Begrüßung durch Dräger und den Grußworten von Uwe Cordes (Samtgemeindebürgermeister) und Werner Richter (Fleckenbürgermeister) ging der Vorsitzende in seinem Rückblick auf die Arbeit der vergangenen sechs Jahre ein. Dabei hob er unter anderem Projekte wie die Neugestaltung der Vereinssatzung, die erfolgreiche Zusammenarbeit mit den Krankenkassen und die Einrichtung einer Einsatzstelle für das Freiwillige Soziale Jahr (FSJ) hervor. Aber auch die zeitliche Belastung durch das Ehrenamt war ein zentrales Thema seiner Rede: Vorstand und Spartenleiter befänden sich am Limit des Leistbaren. Aus diesem Grund werde der Harpstedter TB neue Wege gehen müssen, um den Sportbetrieb im bisherigen Maße aufrechtzuerhalten.

"Ich bin kein Freund der Hauptamtlichkeit, aber ein Verein unserer Größe ist allein durch Ehrenamtliche nicht mehr zu führen. Wir brauchen Hauptamtliche außerhalb des Vorstands", forderte Dräger - und erklärte: "Dazu müssen wir die Satzung ändern und die Beiträge leicht anheben. Ich denke an 1,50 Euro für Erwachsene sowie 50 Cent für Kinder und Jugendliche." Generell sieht der Vorsitzende seinen Verein in der sich "rasend schnell verändernden Welt" gut aufgestellt. Der HTB sei "ein etablierter Dienstleister für die Mitbürger in der Gemeinde, der den Spagat zwischen Tradition und Moderne gut geschafft hat".

Während der Jahreshauptversammlung wurden zudem zahlreiche Mitglieder für ihre langjährige Treue geehrt (siehe Info-Box).





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