| Zwölf Fragen zum Sportjahr 2011 » |
Zum zweiten Mal in Folge hat der Tischtennis-Verbandsligist des TV Hude mit 9:7 gewonnen. Nach dem Erfolg gegen den MTV Tostedt war es am Sonnabend die TuSG Ritterhude, die alles versuchte, am Ende gegen den Tabellenführer aber das Nachsehen hatte.
Dass die Gäste ein harter Brocken sein würden, das wussten die Huder schon vor der Partie - das 9:6 im Hinspiel war schließlich der knappeste Sieg der Hinrunde gewesen. "Ritterhude liegt uns nicht", hatte Alex Dimitriou schon vor der Partie erklärt. Dazu kamen die aktuelle Formkrise von Tobias Steinbrenner, der wieder ohne Sieg blieb, und der Trainingsrückstand von Immanuel Mieschendahl, der ebenfalls zwei Niederlagen kassierte.
Trotz allem nahmen die Huder die Hürde Ritterhude und machten einen großen Schritt in Richtung Oberliga. "Wir haben nicht geglänzt, aber solide gespielt. Das hat dann zu einem 9:7 gereicht", sagte Felix Lingenau. Hudes Nummer eins hatte schon im ersten Einzel gegen Andre Binder für einen spannungsgeladenen Höhepunkt gesorgt. Lingenau hatte große Probleme mit den Aufschlägen Binders, und dieser servierte bei 10:8-Führung im vierten Satz. Lingenau wehrte aber beide Matchbälle ab - den zweiten mit etwas Hilfe der Netzkante bei seinem Gegentopspin - und gewann den Durchgang noch. Auch im Entscheidungssatz blieb es spannend: Trotz 10:7-Führung des Huders ging es in die Verlängerung. Lingenau musste einen weiteren Matchball abwehren, bevor er dann seinen eigenen - den inzwischen neunten - zum 18:16 nutzte.
Das mittlere Paarkreuz glänzte nach Immanuel Mieschendahls Niederlage gegen Siegfried Wagner mit zwei Siegen. Simon Pohl holte gegen Axel Stelljes noch einen 0:2-Satzrückstand auf. Der 19-Jährige hatte anfangs versucht, mit Angriffsschlägen zu dominieren, machte aber zu viele Fehler. Erst eine Umstellung auf passiveres Spiel mit mehr Sicherheit brachte schließlich den Erfolg. Durch die Niederlagen von Tobias Steinbrenner gegen Stefan Pankow und Ersatzmann Christopher Imig, der wieder für Michael Helmers eingesprungen war, gegen Sebastian Heimbrock gelang es den Hudern nicht, sich abzusetzen. Steinbrenner zeigte sich zwar spielerisch verbessert, in den entscheidenden Momenten fehlte aber das Selbstvertrauen. Imig agierte im Rückschlagspiel zu passiv, sodass Heimbrock immer wieder selbst in den Angriff kam.
Im zweiten Einzeldurchgang blieb es lange Zeit genauso knapp. Lingenau und der starke Alex Dimitriou verbuchten ihren jeweils zweiten Einzelsieg. Doch durch Erfolge von Wagner gegen Mieschendahl und des Block-Spezialisten Frank Mühlmann gegen Pohl blieb Ritterhude dran - und glich durch Heimbrocks Sieg gegen Steinbrenner sogar zum 7:7 aus. Dann war es allerdings vorbei mit der Spannung: Imig ließ gegen Pankow keinen Zweifel an seinem Sieg aufkommen, im Enddoppel dominierten Lingenau und Mieschendahl gegen Siegfried Wagner und Frank Mühlmann und gaben in drei Sätzen ganze elf Punkte ab.
Sieben Punkte aus sechs Spielen fehlen den Hudern nach aktuellem Stand noch, um rechnerisch nicht mehr von der Tabellenspitze verdrängt werden zu können. Von einer Vorentscheidung im Meisterschaftsrennen wollte Lingenau aber noch nicht sprechen: "Wir müssen konzentriert bleiben und die fehlenden Zähler holen."






