| Zwölf Fragen zum Sportjahr 2011 » |
Herr Lingenau, war der 9:7-Sieg gegen Ritterhude schon eine Vorentscheidung in Sachen Meisterschaft?
Felix Lingenau: Nein, man muss nur auf die Tabelle schauen. Sechs Punkte fehlen uns noch, die müssen wir noch holen. Natürlich sind wir aber in einer komfortablen Ausgangslage.
Welche Gegner könnten für Sie und Ihre Mannschaft denn noch zu Stolpersteinen werden?
Jeder einzelne, der noch kommt. Wir brauchen vor keinem Angst zu haben und haben ja in der Hinrunde auch alle schon geschlagen. Aber jeder Gegner muss erstmal besiegt werden.
Hand aufs Herz: Die Planungen für die Oberliga laufen aber schon, oder?
Selbstverständlich planen wir für die Oberliga. Wir wollen aufsteigen, alles andere wäre eine Riesenenttäuschung.
Im letzten Jahr haben Sie den Aufstieg verpasst. Ist die Verbandsliga schwächer geworden oder der TV Hude stärker?
Einige Spitzenmannschaften haben sich sogar verstärkt, was fehlt ist allerdings der Konkurrent auf absoluter Augenhöhe, wie es im letzten Jahr Neurönnebeck war. Außerdem haben sich gerade unsere jungen Spieler nochmal gesteigert. Auch ich habe meine alte Form wiedergefunden.
In Martin Gluza vom Zweitligisten Borussia Dortmund kommt in der nächsten Saison prominente Verstärkung. Sind die Planungen damit abgeschlossen?
Wir haben gerade erst damit begonnen. Wichtig ist vor allem, dass wir die Personalplanungen nicht isoliert für die erste Mannschaft angehen, sondern im Paket mit der Zweiten und Dritten. Was die Erste angeht, könnte das schon alles gewesen sein, muss es aber nicht.
Wäre die Mannschaft denn mit Gluza in der Oberliga konkurrenzfähig?
Ich hätte uns auch mit der aktuellen Mannschaft als konkurrenzfähig angesehen, mit Martin aber natürlich noch mehr. Das heißt nicht, dass wir nicht gegen den Abstieg spielen, wenn wir aufsteigen sollten. Unsere Chancen stehen allerdings sicher nicht schlecht. Wichtiger als die absolute Konkurrenzfähigkeit ist uns jedoch, dass wir gerade unseren jungen Spielern angemessene Positionen in den für sie passenden Ligen bieten können.
Martin Gluza kommt aus der 2. Liga, musste der TV Hude dafür von seinen Prinzipien abrücken, dass Spieler keine Aufwandsentschädigungen oder andere Gelder erhalten?
Wir könnten uns gar nicht leisten, etwas zu bezahlen, von daher stellt sich die Frage gar nicht. Martin ist da für uns ein absoluter Glücksfall. Er hat in der Nähe seiner alten Heimat Bremen einen Verein gesucht, wo er mit weniger Aufwand als bisher - aber immer noch ambitioniert - spielen kann. Da boten sich in dieser Region eigentlich nur Lunestedt und wir an - zwei Vereine, die beide nichts bezahlen. Dass Martin dann auf uns zugekommen ist, ist natürlich super für uns.






