| Zwölf Fragen zum Sportjahr 2011 » |
Von TOBIAS DOHR
DJK Blumenthal - TSV Lesum-Burgdamm 2:3 (1:1): Besonders den Gastgebern war die Anspannung ob der Bedeutung dieses Abstiegsendspiels zunächst deutlich anzumerken. Das Team von DJK-Trainer Aydin Pekyalcin ging verkrampft ins Spiel und kassierte nach gerade einmal drei Minuten prompt das 0:1. Lesums Jesper Weishaupt hatte von rechts geflankt, Daniel Nordhoff in der Mitte abgeschlossen.
Doch dann wachte das DJK-Team auf. Der fortan stark aufspielende Tom Krüger eroberte sich das Leder im Mittelfeld und setzte Emre Kilic ein. Der DJK-Stürmer ließ sich nicht zweimal bitten und glich zum 1:1 aus. Allerdings monierten die Lesumer dabei eine vermeintliche Fehlentscheidung. "Fünf Meter Abseits", ärgerte sich Lesums Fördertrainer Sebastian Störer. Danach ging es hin und her - mit einem leichten Übergewicht für Lesum.
Daniel Aktan und vor allem Jesper Weishaupt hätten den Gast noch vor dem Pausenpfiff in Führung bringen müssen, scheiterten aber auch am gut aufgelegten DJK-Schlussmann Nico Gnutzmann. Nach einem kapitalen Fehler von Sezer Karakus ging Lesum dann aber doch in Führung. Daniel Aktan schob nach Querpass von Daniel Nordhoff aus gut zehn Metern ein. Doch nur zwei Minuten später der erneute Ausgleich: Mert Mete schickte Kerem Caliskan steil (DJK-Trainer Pekyalcin: "Kerem hat sich technisch und konditionell sehr gut entwickelt."), und der Mittelfeldmann traf zum umjubelten 2:2.
Doch der TSV Lesum-Burgdamm, bei dem Niklas Siedenburg eine ganz starke Partie ablieferte, blieb nun am Drücker und erarbeitete sich weiterhin Feldvorteile. Alleine Jesper Weishaupt hätte die Partie im Alleingang klar machen können, tauchte viermal vor dem DJK-Kasten auf, traf einmal den Pfosten - und war schließlich in der 55. Minute doch noch erfolgreich. Mit einem Kunstschuss fast von der Torauslinie traf Weishaupt zum umjubelten 3:2-Siegtreffer.
"Das, was sich die Jungs aufgebaut und erarbeitet haben, ist durch eine Unachtsamkeit leider zu Bruch gegangen", zeigte Aydin Pekyalcin ein wenig Mitleid mit seinem aufopferungsvoll kämpfenden Team. Auf Lesumer Seite freute sich Sebastian Störer über drei ganz wichtige Zähler: "Kompliment an die Mannschaft, ein absolut verdienter Erfolg. Lediglich die Chancenverwertung war heute zu bemängeln."
DJK Blumenthal: Gnutzmann, Karakus, Demir, Durdu, Gutzmann, Kilic, Krüger, Toska, Koray Caliskan, Mete (eingewechselt: Brünings, Serhanoglu, Ramadani).
TSV Lesum-Burgdamm: Bussmann; Bischoff, Siedenburg, Eller, Peterke, Tim Weishaupt, Tillwick, Jesper Weishaupt, Nordhoff, Ridder, Haumann (eingewechselt: Braun, Knauth, Aktan).
Blumenthaler SV - JFV Bremerhaven 1:2 (0:2): Im siebten Saisonspiel hat es die Burgwall-Kicker erstmals erwischt. Nach drei Siegen und drei Unentschieden setzte es gegen den Tabellenzweiten die erste Saisonniederlage. "Leider überzeugten wir nur die ersten zehn Minuten spielerisch und verloren dann die Kontrolle über das Spiel", brachte BSV-Coach Marco Pohl das Geschehen im ersten Abschnitt auf den Punkt. Ohne den verletzten Kapitän Jan-Philip Nagel sowie Tom Leopold und Jonas Werdermann gerieten die Blumenthaler nach einem Doppelschlag der Gäste mit 0:2 in Rückstand (26./28.). Erst in der zweiten Hälfte spielten die Hausherren mutiger nach vorne und wurden prompt mit dem 1:2 von Rick Stehmann (51.) belohnt. Danach ging es fast nur noch in Richtung Bremerhavener Tor - allerdings erfolglos. "Fußball kann manchmal grausam sein", befand ein enttäuschter Marco Pohl.
Blumenthaler SV: Werner; Schrupke, Chaaban, Tröger, Pohl, Geier, Maliqi, Ponty, Khalef, Möller, Lehbrink (eingewechselt: Obiegly, Nitschke, Stehmann).






