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Der Blumenthaler SV hat bereits jetzt die Weichen für die Saison 2012/13 gestellt. Nur zwei Wochen nach der Trennung von Michael Müller präsentiert der Fußball-Bremen-Ligist einen neuen Trainer, der die Mannschaft ab dem 1. Juli unter seine Fittiche nehmen wird: Björn Reschke, der zurzeit noch beim Liga-Konkurrenten 1. FC Burg tätig ist, kehrt an den Burgwall zurück. Für den 34-Jährigen macht dann Uwe Meyer-Porsch Platz, der die Blumenthaler „aus alter Verbundenheit“ ohnehin nur bis zum Ende dieser Spielzeit zur Verfügung gestanden hätte.
Blumenthal bietet "gute sportliche Perspektive"
„Björn Reschke passt menschlich bestens zu uns, die Vertrauensbasis ist vorhanden“, sagte Stephan Gerdes. Der 2. Vorsitzende des Blumenthaler SV hält sehr viel vom neuen Mann, der sogar die A-Lizenz besitzt: „So wie ich ihn kennengelernt habe, hat er bisher überragende Arbeit geleistet und auch jetzt in Burg das Beste rausgeholt. Wir beim BSV bauen auf die Jugend. Und in seiner Funktion als Stützpunkttrainer kennt Björn natürlich noch sehr viele Spieler.“
Björn Reschke, der als Diplom-Ökonom in der Finanzbuchhaltung bei der Lürssen-Werft tätig ist, musste nach dem Angebot des BSV zwar erst „ein paar Nächte drüber schlafen“, habe sich dann aber entschlossen, das Team vom Burgwall zu übernehmen. „In Blumenthal gibt es eine sportlich sehr reizvolle Situation“, sagt der 34-Jährige. „Mit den Regionalliga-A-Junioren ist ein starker Unterbau und somit eine sehr gute sportliche Perspektive vorhanden.“
Stumpe: Jetzt ist Eile geboten
Der 1. FC Burg steht jetzt unter Zugzwang, den Spielern des Bremen-Liga-Schlusslichts auch eine Perspektive bieten zu können. „Sicherlich ist jetzt Eile geboten“, sagt Dieter Stumpe, Burgs 1. Vorsitzender. „Aber wir glauben, dass es uns gelingt, möglichst rasch einen neuen Trainer zu finden.“ Stumpe findet es übrigens schade, dass es überhaupt so kommen musste. „Björn Reschke hat bei uns gute Arbeit geleistet. Wir waren gerade dabei, mit ihm zu verlängern.“ Enttäuscht ist der Burger Chef vor allem darüber, dass der BSV nicht zunächst auf ihn zugekommen ist, bevor es Gespräche mit Reschke gegeben hat. „Das wäre sportlich fairer gewesen.“ Daran, den Trainer womöglich noch in der Winterpause und somit vorzeitig vor die Tür zu setzen, denkt Stumpe nicht: „Wir wollen mit Björn keinen Stress. Aber wir müssen auch sehen, wie sich seine Entscheidung auf die Mannschaft auswirkt.“
Aufgrund einer Hüftdysplasie musste Björn Reschke seine aktive Laufbahn bereits mit 25 Jahren beenden und stieg daher schon früh ins Trainergeschäft ein. Einer Saison beim Nachwuchs des Lüssumer TV folgte eine grandiose Zeit bei DJK Blumenthal. Unter Reschke schaffte die Germania innerhalb von vier Jahren den Sprung von der 1. Kreisklasse in die Kreisliga A. Nach sieben Jahren am Burgwall zog es ihn dann schließlich zum 1. FC Burg. Nach Platz fünf im ersten Landesliga-Jahr führte Reschke das Team in der darauffolgenden Saison in die Bremen-Liga. Dort überraschten die Nordbremer im Vorjahr als Tabellensechster, stehen jetzt aber als Letzter mit dem Rücken zur Wand. Seit einigen Jahren ist Björn Reschke zudem als DFB-Stützpunkttrainer in Bremen-Nord tätig. „Daher kenne ich natürlich fast alle Blumenthaler A-Junioren-Spieler sehr gut.“
Reschke: „Ich gebe bis zum letzten Tag alles für diesen Verein“
Mit dem Thema Blumenthaler SV will Björn Reschke sich jedoch erst ab dem 1. Juli befassen. Sein vorrangiges Ziel ist es, mit dem 1. FC Burg den Abstieg aus der Bremen-Liga noch zu verhindern und am Ende seiner Ära eine „intakte Mannschaft“ zu hinterlassen. Björn Reschke verspricht: „Ich gebe bis zum letzten Tag alles für diesen Verein.“






