| Zwölf Fragen zum Sportjahr 2011 » |
Wie Faciejew deutlich zu verstehen gab, sei ihm am Sonnabend ein zentnerschwerer Stein vom Herzen gefallen. "Das wichtigste Spiel der gesamten Rückrunde, diese Punkte mussten wir unbedingt gewinnen", stellte Achims Coach klar, "im Vorfeld sind alle sehr nervös gewesen."
Es gibt verschiedene Gründe für den Achimer Erfolg in diesem richtungsweisenden Drittliga-Handballspiel. Gewinnbringend stellte sich für die SG Achim/Baden aber vor allem ein als mutig zu bezeichnender Wechsel im Tor heraus. Obwohl Routinier Marco Blum eine Woche zuvor beim 22:27 gegen Tabellenführer HF Springe eine tadellose Leistung geboten hatte, lief in Brandenburg sein 21 jüngerer Junior-Partner Arne von Seelen auf - und avancierte nach Einschätzung von Faciejew zum "besten Spieler auf dem Feld". Der Youngster räumte seinen Platz zwischen den Pfosten erst nach 53 Minuten, zu diesem Zeitpunkt hatte Achim/Baden die Partie längst zu seinen Gunsten entschieden.
Die Basis für den Erfolg: ein nahezu perfekter Start der Faciejew-Schützlinge in die zweite Halbzeit. Ihnen genügten fünf Minuten, um eine 14:12-Pausenführung in einen vorentscheidenden 20:12-Vorsprung umzuwandeln. Bis zur 50. Minute zog die Achimer Mannschaft sogar auf neun Tore (20:29) davon. Achim operierte vornehmlich mit einer flachen 5:1-Deckung und schaffte es, die Wirkungskreise der beiden Spieler auf den Halbpositionen im Brandenburger Rückraum entscheidend einzuengen. Auf der vorgezogenen Abwehrposition kam überwiegend Florian Block-Osmers zum Einsatz. Im Gegensatz zu den vergangenen Wochen bekam der Routinier Auszeiten auf der Bank, um den Akku aufzuladen. Selbiges galt für die Leistungsträger Denker und Freese. Mit dem Resultat, dass sie in der Schlussphase über große Kraftreserven verfügen konnten.
Tore für Achim: Block-Osmers (4/1), Doormann (6), Podien (3), Katz, Xhafolli (je 1), Freese (6/2), Denker (2), Schanthöfer (1), Meier (5), Balke, Zschorlich (je 2) (emü)



