| Zwölf Fragen zum Sportjahr 2011 » |
Jüngstes Beispiel dafür war die Generalprobe am Dienstagabend gegen Zweitligist TV Eiche Horn, wo es eine herbe 4:8-Niederlage setzte. "Zu wenig Tore, zu viele Gegentore", urteilte Blankenstein salopp: "Aber von den Ergebnissen dürfen wir uns den Optimismus nicht nehmen lassen." Und vielleicht ist auch genau diese verpatzte Generalprobe ein gutes Omen für heute Abend. Der allgemeinen Stimmungslage hat die Niederlage jedenfalls keinen Abbruch getan. Im Gegenteil: In Mannschaft und Umfeld herrscht weiterhin große Euphorie. Der Aufsteiger erwartet gegen Dresden ein volles Haus, ist im Taktik- und Fitnessbereich so stark wie selten zuvor und vor allem hochmotiviert.
"Die Jungs scharren mit den Hufen und sind im Training kaum zu bremsen", berichtet Blankenstein und hofft, den leicht favorisierten Dresdnern mit viel Herz Paroli bieten zu können. Apropos Dresden: In der Vorsaison warfen ausgerechnet die Ostdeutschen den TVL im Halbfinale aus den Zweitliga-Playoffs, ehe es im Nachsitzen doch noch mit dem Erstligaaufstieg klappte. "Wir wollen diese Rechnung begleichen", kündigt Blankenstein jetzt selbstbewusst an.
André Heißenbüttel wird die Lilienthaler Mannschaft heute Abend als Kapitän in das erste Bundesliga-Spiel der Vereinsgeschichte führen. Auch er kann sich von Nervosität nicht freimachen, hat sich aber nichtsdestotrotz ein ganz spezielles Ziel gesetzt: "Es ist nicht wichtig, wie viele Spiele wir gewinnen oder verlieren. Am Ende der Saison sollte aber jeder von uns sagen können: Ja, ich hab mich verbessert und mir geht es gut dabei."
Über das Saisonziel wird beim TVL ohnehin nicht viel diskutiert: "Für uns als Mannschaft zählt in dieser ersten Saison nur der Klassenerhalt und die damit verbundene Planungssicherheit für eine weitere Saison in der höchsten deutschen Spielklasse." Heute Abend kann der TV Lilienthal einen ersten, kleinen Schritt in die richtige Richtung machen.






