Verbandsliga-Herren der TuSG Ritterhude nach 2:2 Punkten vorerst raus aus dem Titelrennen

 - 18.10.2011

Doppel-Aufstellung als neue Baustelle

Von Frank Mühlmann
Ritterhude. Die TuSG Ritterhude gewann in der Tischtennis-Verbandsliga der Herren zwar souverän mit 9:3 beim TTSC 09 Delmenhorst, muss sich aber nach der 7:9-Heimniederlage zwei Tage später gegen den SV Werder Bremen II wohl vorerst aus dem Rennen um die Aufstiegsplätze verabschieden.

TTSC 09 Delmenhorst - TuSG Ritterhude 3:9: Die Gastgeber mussten vor der Serie fast ihre gesamte Mannschaft austauschen und gelten deshalb als designierter Abstiegskandidat Nummer eins in der Liga. Insofern waren zwei Punkte Pflicht für das Team um Arndt Sonntag, der in dieser Partie sein Saisondebüt feierte. Die Doppel, in den Vorjahren eine Ritterhuder Spezialität, stellen derzeit eher ein Problem dar. Arndt Sonntag und André Binder sind zusammen noch nicht eingespielt und holen nicht die sicheren Punkte, wie man sie von einem Spitzendoppel erwartet.

Von Führung nicht profitiert

In Delmenhorst fiel dies noch nicht ins Gewicht, weil der Gegner aus der 2:1-Doppel-Führung keinen Profit schlagen konnte. Lediglich Arndt Sonntag gab sein Einzel gegen Viktor Mittelstädt noch ab, ansonsten spulte die TuSG ihr Pensum ab, ohne dabei zu glänzen. Neben Mittelstädt ist beim TTSC eigentlich nur noch Spitzenspieler Marc Engels konkurrenzfähig in der Verbandsliga. Diesen konnten im oberen Paarkreuz allerdings Siegfried Wagner und Sebastian Heimbrock jeweils in Schach halten. Heimbrock allerdings erst nach einem scheinbar aussichtslosen 0:2-Satzrückstand. Ritterhudes Kapitän Axel Stelljes, der in dieser Begegnung seine Einzelbilanz auf ein beeindruckendes 6:0 hochschraubte war natürlich zufrieden: "Entscheidend ist, sich hier keinen Ausrutscher zu erlauben. Dies ist uns in souveräner Manier geglückt."

TuSG Ritterhude - SV Werder Bremen II 7:9: In Danzig lief bis zum vergangenen Wochenende noch die Tischtennis-Europameisterschaft. Dies hatte sogar Auswirkungen auf dieses Verbandsliga-Punktspiel. Denn Christian Tamas, Trainer von Werders Bundesliga-Mannschaft, hatte durch die spielfreie Profizeit plötzlich die Gelegenheit, für die Zweite aufzulaufen. Mit großer Wahrscheinlichkeit geschieht dies in der gesamten Hinserie nur ein einziges Mal. Pech also für Ritterhude, denn der Rumäne kam bereits in der ersten und zweiten Bundesliga zum Einsatz. Anstatt einer ansonsten vermeintlich klaren Angelegenheit für die TuSG, sahen die Experten im Vorfeld nun ein deutlich spannenderes Match, wenn auch immer noch mit leichten Vorteilen für die Hausherren. Die machten es sich in der heimischen Riesturnhalle jedoch von Beginn an unnötig schwer.

Vorentscheidender Rückstand

Wieder liefen sie einem 1:2-Rückstand nach den Doppeln hinterher. Weil Tamas' souveräner Einzelsieg gegen Wagner folgte, lag Werder ständig vorne und konnte deutlich befreiter aufspielen als die TuSG. War Sebastian Heimbrocks Niederlage gegen den routinierten Stefan Dörr-Kling noch einkalkuliert gewesen, brachen die Ausrutscher von Arndt Sonntag gegen Stefan Theile und vor allem von André Binder gegen Philip Milles den Ritterhudern das Genick. Ein 3:6-Zwischenstand nach der ersten Einzelrunde war kaum noch aufzuholen. Trotzdem versuchten die Gastgeber vor ordentlicher Kulisse alles.

Heimbrock stand zwar wie erwartet gegen Tamas auf verlorenem Posten. Ansonsten gesellte sich auf das Gäste-Konto vorerst nur noch das Match von Stefan Theile gegen Axel Stelljes. Pech natürlich für Ritterhude, dass der Kapitän genau zu diesem Zeitpunkt sein erstes Saisonspiel verlor. Besonders Stefan Pankow war es dank zweier Einzelsiege zu verdanken, dass Ritterhude im Schlussdoppel noch die Gelegenheit zu einem Punktgewinn hatte.

Doch das Doppel von Arndt Sonntag und André Binder stand auch diesmal unter keinem guten Stern. Das klare 0:3 täuscht über den äußerst engen Spielverlauf hinweg, bei dem die ersten beiden Sätze in der Verlängerung verloren wurden. "Jetzt müssen wir uns über die Doppel-Aufstellung wohl oder übel neue Gedanken machen", erklärte Axel Stelljes, der mit seiner Mannschaft nach vier Spielen und 4:4 Punkten noch hinter den Erwartungen liegt.





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