| Zwölf Fragen zum Sportjahr 2011 » |
Lediglich fünf Minuten konnten die Hausherren die Partie offen gestalten, dann übernahm der in allen Belangen überlegene Gast die Oberhand. "Weißenfels war im Kopf einfach schneller, das ist nun einmal der Unterschied zwischen uns und einem Titelanwärter", sagte Blankenstein hinterher, der den FC Bayern München des deutschen Floorballs mit einer offensiven Deckung überraschen wollte. Das gelang auch in den ersten Minuten. Lilienthal kam zu einigen kleineren Möglichkeiten - bis sich der Serienmeister darauf eingestellt hatte und das Unheil seinen Lauf nahm.
In der sechsten Minute eröffneten Robert Blanke und Sascha Herlt per Doppelschlag den Weißenfelser Torrausch, nur drei Minuten später stand es nach Treffern von Thomas Händler und Herlt 4:0 - die Entscheidung war im Prinzip gefallen. Denn dass die Lilienthaler gegen diesen Gegner einen solchen Rückstand noch drehen könnten - daran mochte niemand so recht glauben. Erst recht nicht, als die Hausherren zwei Zeitstrafen des Gegners nicht nutzte, um zu verkürzen. Stattdessen traf Herlt kurz vor der ersten Drittelpause zum 5:0.
Auch danach ging es im ähnlichen Rhythmus weiter: Herlt (19./32.), Valentin Erben (22./24.), David Rezac (30.) und Böttcher (31.) machten gegen weiter offensiv agierende Gastgeber das Ergebnis früh zweistellig, ehe Niklas Krieger auf Vorlage von Tobias Melde das 1:10 für Lilienthal gelang. "Das war auch nicht unsere einzige Chance", sagte Blankenstein: "Wir hatten etliche gute Möglichkeiten, aber da fehlte uns die Ruhe." Zuvor hatte der TVL aber erneut zwei Zeitstrafen gegen Weißenfels nicht nutzen können.
Auch im Schlussdrittel nahmen die Gäste kein Tempo heraus. Matthias Siede (45.) machte das Dutzend voll, Tobias Melde gelang nach Zuspiel von Marc Lubes noch der zweite Lilienthaler Treffer. Hofmann (54.), Lundblad (56.) und Böttcher sorgten dann für den 15:2-Endstand. "Mit einer defensiveren Taktik hätten wir das Ergebnis vielleicht erträglicher gestalten können", so Blankenstein. "Aber wir stehen zu unserer Taktik: Wer nur mauert, entwickelt sich nicht weiter. Und ob wir dann eine reelle Chance gehabt hätten, ist sowieso fraglich."
TV Lilienthal: Hallerstede, Arjangui; Brinkmann, Marc Lubes, Krieger, Appenrodt, Diaz de Armas, Björn Lubes, Heißenbüttel, Kimmig, Bothe, Seitz, Heike, von der Heyde, Melde.






