| Zwölf Fragen zum Sportjahr 2011 » |
Vor rund 200 Zuschauern in der "Harzer Hölle" war es vor allem Goalie Nils Hallerstede, der förmlich über sich hinauswuchs und mit spektakulären Rettungstaten besonders im ersten Drittel für Staunen auf den Rängen sorgte. Zwar ging der haushohe Favorit nach nicht einmal zwei Minuten mit 1:0 in Führung, doch danach kamen die Gäste immer besser ins Spiel und ließen zunächst keine weiteren Treffer zu.
Doch ausgerechnet, als die Lilienthaler zum ersten Mal in Überzahl agierten, schlug der Meister eiskalt zu (27.) und zeigte anschließend, wie man ein Überzahlspiel effektiv ausnutzt. Als Marc Lubes für zwei Minuten vom Feld musste, erhöhte Wernigerode auf 3:0 (39.). Doch nur 29 Sekunden danach belohnten sich die Lilienthaler endlich für ihr couragiertes Spiel. Alexander Seitz legte einen Freischlag für Marc Lubes auf, und der traf mit einem trockenen Schuss zum 1:3.
Im direkten Gegenzug stellte zunächst der Gastgeber den alten Dreitore-Vorsprung wieder her, ehe dann zu Beginn des Schlussdrittels in Überzahl (Dennis Heike hatte eine Zweiminutenstrafe kassiert) auch noch das 5:1 und 6:1 fielen. Doch mit dem Mute der Verzweiflung stemmten sich die Lilienthaler gegen die nun drohende Packung - und wurden belohnt.
Dennis Heike verwertete zunächst einen Abwurf vom glänzenden Torhüter Nils Hallerstede in der 49. Minute zum 2:6, Seitz und Mark Oli Bothe verkürzten sogar noch auf 4:6. Doch dabei blieb es. "Es war ein Spiel zweier guter Bundesliga-Mannschaften. Wir waren heute noch nicht reif genug, um zu gewinnen. Aber wenn wir so auftreten, mache ich mir keine Sorgen", sagte Blankenstein und stellte zum Abschluss eine durchaus gewagte These auf: "Wäre das Spiel noch 20 Minuten länger gewesen- wir hätten hier gewonnen."
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