| Zwölf Fragen zum Sportjahr 2011 » |
Von Tobias Dohr
TV Frisch Auf Hambergen - SfL Bremerhaven 3:0 (25:21, 25:23, 25:12): Der Matchwinner auf Hamberger Seite war an diesem Tag eindeutig Holger Prigge. Der Zweimetermann wurde von TVH-Spielertrainer Stefan Büttelmannn beim Stande von 17:17 im ersten Satz ins Spiel gebracht und hatte fortan maßgeblichen Anteil am Erfolg der Hausherren. Die einzige kritische Phase gegen die Seestädter hatten die Hamberger gegen Ende des zweiten Satzes zu überstehen, als SfL noch einmal auf 23:24 verkürzen konnte. Doch nach dem gewonnenen zweiten Satz erlahmte der Widerstand der Gäste vollends. Joachim Weinle zeigte auf der Liberoposition trotz starker Erkältung eine überragende Annahmeleistung.
TV Frisch Auf Hambergen - MTV Wilstedt 3:1 (19:25, 25:17, 25:21, 25:14): Im zweiten Spiel musste Büttelmann auf den völlig ausgepumpten Weinle verzichten - vielleicht ist der Bruch im Hamberger Spiel auch damit zu erklären. Die Wilstedter Rumpftruppe, die erneut ohne ihren Leistungsträger Dirk Meyer auskommen mussten, holte sich den ersten Satz nicht zuletzt dank starker Aufschläge von Heiko Wulf. Doch erneut war es Holger Prigge, der vor über 60 Zuschauern das Ruder herumriss und in Block und Angriff die Wende einleitete. Auf der anderen Seite punktete zwar mit Ole Gehrels ein Wilstedter ebenfalls konstant, doch am Ende gingen die Hamberger als verdiente Sieger vom Platz. "Das war wirklich nicht glanzvoll", sagte Stefan Büttelmann hinterher, ehe er dem überragenden Mann an diesem Tag eine ganz spezielle Trophäe überreichte: "Außenangreifer Holger Prigge hat sich heute den Captain America-Aufkleber wirklich mehr als verdient", so ein grinsender TVH-Spielertrainer.
TV Frisch Auf Hambergen: Klipker, Schulz, Mundt, Gensigk, Wilm, Prigge, Borsing, Weinle, Wilde, Büttelmann, Brandhorst, Fischer
MTV Wilstedt: Zilke, Gehrels, Kromat, Vagts, Holger Meyer, Wulf
TSV Worpswede - TSV Stotel 3:2 (13:25, 25:23, 21:25, 25:15, 15:8): Die Worpsweder hatten den kompletten Nachmittag mit starken Annahmeproblemem zu kämpfen. Zudem fehlte es - zumindest in Durchgang eins - auch an der mannschaftlichen Geschlossenheit. Erst ab dem vierten Satz wurde es besser. Nun konnte Steller Markus Maiwald endlich variabler zuspielen und seine Angreifer in Szene setzen. Im fünften Satz war dann der Widerstand des Gastes endgültig gebrochen und die Mannschaft um den nach wie vor verletzten Spielertrainer Thomas Schmidt feierte nach zwei Stunden Spielzeit einen 3:2-Sieg.
TSV Worpswede - TSV Oerel-Barchel 2:3 (14:25, 21:25, 25:23, 25:23, 9:15): Mit dem Schwung des Tiebreaks wollten die Gastgeber dann auch in die nächste Partie starten, doch es kam anders. Schnell rannten die Schmidt-Mannen einem 3:11 hinterher. Durch eine erneut mangelhafte Annehme lief das Angriffsspiel der Worpsweder hauptsächlich über die Außen. Darauf stellte sich der Gast mit einem hohen Block schnell ein.
Dennoch kämpften sich die Hausherren erneut zurück ins Spiel, zitterten sich mit zwei 25:23-Satzerfolgen wieder in den Tiebreak. Dort war die Luft dann aber endgültig raus, wobei es noch einmal ordentlich Diskussionsstoff gab. Beim Stande von 9:12 hatte Schmidt "zwei äußerst kritische Schiedsrichter-Entscheidungen"gesehen.
Statt 11:12 stand es also 9:14 - das Spiel war verloren. Schmidt: "Am Ende hat uns einfach das Quäntchen Glück gefehlt. Verdient gehabt hätte es die Jungs jedenfalls."
TSV Worpswede: Assmus, Ballis-Papanastasiou, Brandes, Christmann, Hempe, Holschen, Liebing, Maiwald, Meyer, Rosengart
Bremen 1860 IV - SG Karlshöfen/Gnarrenburg 3:0 (25:16, 25:21, 27:25): Die SG durfte nur im dritten Satz an einer Überraschung schnuppern. Der verlustpunktfreie Tabellenführer bestimmte Satz eins nach einer ausgeglichenen Anfangsphase nach Belieben. Über 8:8 und 10:14 verloren die Gäste den ersten Durchgang. Danach wurde die SG aber stärker. Dennis Böttjer und Eckhard Haufler kamen im Angriff immer besser zurecht, erst bei 20:20 konnten die Stadtbremer entscheidend davon ziehen. Noch knapper war dann der dritte Durchgang. Dank starker Aufschläge von Horst Wrissenberg konnte ein 12:15 gedreht werden. Beim 24:23 hatten die Gäste dann sogar Satzball. "Aber wir konnten den Sack wieder nicht zumachen", ärgerte sich Zuspieler Wrissenberg hinterher. Kurze Zeit später hatte der Tabellenführer doch noch glatt gewonnen. Karlshöfen/Gnarrenburg (2:8-Zähler) muss nun im nächsten Spiel im Derby bei Nachbar MTV Wilstedt (2:4) dringend punkten.
SG Karlshöfen/Gnarrenburg: Böttjer, Maaser, Haufler, Clemens Kullik, Torsten Kullik, Engler, Schell, von Scheidt, Wrissenberg






