| Zwölf Fragen zum Sportjahr 2011 » |
"Dieses Spiel haben wir im Kopf verloren", sagte ein enttäuschter Blankenstein nach der Pleite im Kellerduell. Gegen eine geschlossen wirkende Gastgebermannschaft verzettelten sich die Lilienthaler zunächst viel zu oft in Einzelaktionen. Wie es besser geht, zeigten die Chemnitzer: Philipp Hamann brachte die Gastgeber in der siebten Minute verdient in Führung.
"Hinten dämliche Fehler gemacht"
Auch nach dem zwischenzeitlichen Ausgleich durch André Heißenbüttel auf Zuspiel von Andre Kimmig (24.) änderte sich nichts an den Kräfteverhältnissen. "Danach haben wir zwar offensiv konzentrierter gespielt", meinte Blankenstein, "dafür aber hinten dämliche Fehler gemacht." Und folgenschwere dazu: Nach einer Strafe gegen Lilienthals Jan Paul Gersdorf nutzte erneut Hamann eine Unaufmerksamkeit im Unterzahlspiel zum 2:1 (30.). Und neun Minuten später traf Sascha Franz per Freischlag sogar zum 3:1.
"Komischerweise war das für uns ein Weckruf", sagte Blankenstein: "Im letzten Drittel haben wir noch einmal alles versucht." Nun erspielten sich die Lilienthaler gegen unheimlich tief stehende Chemnitzer etliche Chancen, scheiterten aber immer wieder an der eigenen Abschlussschwäche. "Das wird sicherlich ein Punkt sein, an dem wir im Training ansetzen müssen", kündigte Blankenstein an. "Insgesamt hat mit Chemnitz aber schon die bessere Mannschaft gewonnen. Wir haben die Reifeprüfung leider nicht bestanden."
Die Lilienthaler stehen somit nach Abschuss der Hinrunde und der fünften Niederlage in Folge auf dem letzten Platz. Drei Wochen haben Coach Blankenstein und Co-Trainer Daniel Niebuhr nun Zeit, dem Team wieder das Selbstvertrauen und die Unbekümmertheit zu vermitteln, die für den großen Traum Klassenerhalt dringend von Nöten sein werden.
TV Lilienthal: Nils Hallerstede, Ralf Hallerstede; Brinkmann, Gersdorf, Lubes, Krieger, Appenrodt, Diaz de Armas, Heißenbüttel, Kimmig, Bothe, Seitz, Heike, von der Heyde, Melde






