Floorball

 - 19.12.2011

TV Lilienthal unterliegt ETV Hamburg

Von Tobias Dohr
Nichts war es mit dem versöhnlichen Jahresabschluss der Bundesliga-Floorballer des TV Lilienthal. Ausgerechnet im mit Spannung erwarteten Nordderby gegen den ETV Hamburg kassierte der Aufsteiger im letzten Punktspiel des Jahres 2011 ein deutliches 3:8 (1:4, 1:3, 1:1). Die Mannschaft von Trainer Andreas Blankenstein überwintert damit auf dem letzten Tabellenplatz.
Weder Lilienthals Alexander Seitz noch Torwart Nils Hallerstede können bei diesem Angriff des ETV Hamburg etwas ausrichten: Sie haben allerdings in dieser Szene Glück, dass der Ball sein Ziel verfehlt.
Weder Lilienthals Alexander Seitz noch Torwart Nils Hallerstede können bei diesem Angriff des ETV Hamburg etwas ausrichten: Sie haben allerdings in dieser Szene Glück, dass der Ball sein Ziel verfehlt.

Lilienthal. So viel hatten sich die Lilienthaler für das Rückspiel gegen den Nordrivalen vorgenommen. Immerhin galt es, die "bisher schlechteste Saisonleistung" (Blankenstein) vergessen zu machen. Im Hinspiel hatte es für den TVL beim 4:12 ordentlich Prügel in Hamburg gesetzt. Doch auch am Sonnabend im Heimspiel in der Halle Schoofmoor schlichen die Lilienthaler am Ende als deutlich geschlagener Verlierer vom Feld. Immerhin: Es war ein Nordderby, wie man es auch vom Fußball kennt - umkämpft bis zur letzten Sekunde. Besonders im dritten Viertel, als die Begegnung im Prinzip längst entschieden war, langten die Teams noch einmal zu. Zwei Zweiminutenstrafen für die Lilienthaler, eine Zweiminutenstrafe gegen Hamburg, dazu sogar eine Fünfminutenstrafe wegen übertriebener Härte für den Gästeakteur Timo-Toumas Koivisto standen am Ende auf dem Spielberichtsbogen.

Führungstreffer durch den TVL

Dazu kamen acht Treffer für den ETV und nur drei für die Lilienthaler. Dabei hatte es so gut angefangen. Hoch motiviert waren die Blankenstein-Mannen in die Partie gestartet, sahen sich in der Anfangsphase gegen pressende Hamburger zwar überwiegend in die Defensive gedrängt, aber dennoch ging der TVL in der 10. Minute in Führung. Ole Appenrodt traf auf Vorlage von Dennis Heike zum umjubelten 1:0. Nur wenige Sekunden danach war es erneut Appenrodt, der sich gegen zwei Verteidiger durchsetzte und beinahe zum 2:0 getroffen hätte. Doch er vergab - und nur eine Minute später musste Marc Lubes wegen eines Stockschlags auf die Strafbank.

Diese Überzahl nutzte Hamburg umgehend und glich aus. Als die Lilienthaler danach wegen eines Wechselfehlers auch noch Alexander Seitz verloren und kurze Zeit in doppelter Unterzahl spielen mussten, ging der ETV mit 3:1 in Führung und erhöhte vor der ersten Drittelpause auch noch auf 4:1. Nun war ein spürbarer Bruch ins Spiel der Hausherren gekommen. Die Hamburger nutzten die sich nun bietenden Räume geschickt und erhöhten auf 5:1.

Zwar stellte Appenrodt im direkten Gegenzug den alten Abstand wieder her (29.), doch wirklich nervös machte das die Gäste nicht - im Gegenteil. Mit zwei weiteren Treffern erhöhten die Hamburger auf 7:2 und auch ein Überzahlspiel kurz vor der zweiten Pause konnten die Lilienthaler Akteure nicht nutzen - die Partie war endgültig entschieden. Dennoch ging es im Schlussdrittel noch einmal mächtig zur Sache. Erneut war es Appenrodt, der auf Zuspiel von Marc Lubes seinen dritten Treffer zum 3:8-Endstand erzielte. Doch was an diesem Tag den Unterschied zwischen den beiden Teams ausmachte, war noch einmal deutlich zu erkennen: Hamburg nutzte das Überzahlspiel konsequent, während das dem Blankenstein-Team gegen Ende des Spiels erneut wiederholt einfach nicht gelingen wollte. Die Lilienthaler Bundesliga-Aufsteiger - sie zahlen weiterhin Lehrgeld. "Das war ein ganz schwacher Auftritt, das muss man so sagen. Hamburg hat unsere Schwächen gnadenlos entblößt. Aber vor allem einige

Undiszipliniertheiten werden noch Folgen haben. Wir sind froh, dass jetzt Winterpause ist und wir uns sammeln können", fand Blankenstein deutliche Worte.

TV Lilienthal: Ralf Hallerstede, Nils Hallerstede; Brinkmann, Marc Lubes, Krieger, Appenrodt, Diaz de Armas, Björn Lubes, Kimmig, Bothe, Seitz, Heike, von der Heyde, Melde





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