| Zwölf Fragen zum Sportjahr 2011 » |
Das diesjährige QTTR-Turnier löste die ansonsten stattfindenden CDEF-Kreismeisterschaften ab. Die Teilnehmer wurden dabei nicht mehr wie zuvor nach Spielklassen eingeteilt, sondern nach ihrer individuellen Spielstärke. Diese leitet sich von der jeweiligen Punktzahl in der neuen deutschen Tischtennisrangliste ab. So herrscht in den verschiedenen Konkurrenzen eine große Leistungsdichte. Spieler, die im Punktspielbetrieb deutlich unter ihrem Niveau aufgestellt sind, können dadurch diese Klassen nicht mehr bei solch einem Turnier dominieren.
Im einzigen Damen-Wettbewerb ging es eng zu. Daniela Lilienthal von der TuSG Ritterhude lieferte sich mit den Falkenbergerinnen Ingrid Rohdenburg und Sophia-Maria Fricke ein Kopf-an-Kopf-Rennen. Alle drei Spielerinnen schlugen sich einmal gegenseitig und hatten im finalen Ranking drei Siege und eine Niederlage zu Buche stehen. Fricke wies dabei jedoch das schlechteste Satzverhältnis auf und musste sich mit Platz drei begnügen. Lilienthal und Rohdenburg waren auch nach Sätzen gleich, sodass der direkte Vergleich den Ausschlag gab - in diesem Fall für die Ritterhuder Landesligaspielerin.
Kopf-an-Kopf-Rennen
Nach altem Verständnis waren in etwa Herren bis zur Bezirksliga spielberechtigt. Die höchste Herren-Klasse (bis 1750 Punkte) beinhaltete nicht nur die größte Teilnehmerzahl, sondern auch die meiste Spannung. Ein Favorit war nur schwer auszumachen. Ein Indiz hierfür ist die Tatsache, dass der spätere Sieger André Steffens (Hambergen) bereits in der Gruppe eine Niederlage gegen Lokalmatador Ibrahim Caliskan kassierte.
Im Viertelfinale stand Steffens auch bereits knapp vor dem Aus. Gegen den Grasberger Lutz Hausmann lag er schon 1:7 im fünften Durchgang hinten, drehte die Partie aber noch zu seinen Gunsten. Im Halbfinale und Endspiel bewies Steffens jedoch seine ganze Klasse, als er mit den Ritterhudern René Rogowski und Felix Ambrosi nicht mehr allzu viel Mühe hatte. Der erst 15-jährige Ambrosi bestätigte mit dem überraschenden zweiten Rang dabei seine gute Entwicklung in den vergangenen Monaten. Neben Rogowski komplettierte Uwe Drechshage aus Grasberg als Dritter das Siegertreppchen. In der Klasse bis 1600 Zähler wurde der Falkenberger Oliver Krentzel seiner Favoritenrolle gerecht. Der Bezirksliga-Akteur blieb in seinen sechs Einzeln zwar ungeschlagen, musste für den Titel jedoch auch dreimal in den Entscheidungssatz.
So war es auch im Finale, als er Hans-Jürgen Bollmann vom TSV St. Jürgen mit 11:9 bezwang. Auf Platz drei landeten Krentzels Vereinskamerad Olav Schröder sowie der Stendorfer Axel van Kempen.
Mark Horsch setzte sich in der 1450er-Klasse durch. Der Pennigbütteler hatte auf seinem Weg zum Triumph lediglich Anlaufschwierigkeiten. In der Gruppe bereitete ihm der Falkenberger Christian Schwäke Probleme, doch Horsch steigerte sich im weiteren Turnierverlauf. Das Endspiel wurde beispielsweise zu einer klaren Angelegenheit gegen Niklas Bergmann. Allerdings war der zweite Platz für den Jugendlichen aus Falkenberg ohnehin schon ein großer Erfolg. Im Halbfinale waren Horschs Vereinskollege Daniel Milde sowie Oliver von Salzen aus St. Jürgen gescheitert.
Für das 1300er-Turnier hatten nur sieben Teilnehmer gemeldet, die auf zwei Gruppen aufgeteilt wurden. Jan Wendelken (Lilienthal) und der Falkenberger Marcus Ferstl hatten zunächst ihre Gruppe beherrscht, verloren dann aber überraschenderweise ihre Halbfinalspiele. Um den Sieg stritten sich schließlich Rolf Monsees und Hendrik Fresen. Dabei ließ der routinierte Pennigbütteler Monsees seinem Falkenberger Finalgegner in drei Sätzen jedoch keine Chance.






