| Zwölf Fragen zum Sportjahr 2011 » |
Die siegreichen TG-Akteure waren bei den Titelkämpfen auch als einzige in der Leistungsstufe Kür mit von der Partie. Aber auch die übrigen Sportler der TG Osterholz und der TuSG Ritterhude zeigten im männlichen Bereich sehenswerte Übungen. So versuchte sich der Ritterhuder Konrad Mutz (Jahrgang 1994) an den schwierigen Übungen des Pflichteils 6-9 und erreichte mit 16,4 Punkten am Sprung seine Höchstwertung. Als einziger seiner Altersklasse freute sich der Kreismeister Mutz über Pokal und Urkunde.
Aber auch der TuSG-Nachwuchs überzeugte. Zum Beispiel einer der jüngsten Teilnehmer Max Wolf (AK 2004 und jünger). Im Pflichtstufenwettkampf (P1-4) musste sich das TuSG-Nachwuchstalent gegen vier weitere Turner behaupten und schaffte mit 77,95 Zählern letztlich den Sprung auf Siegertreppchen.
Theo Mutz knapp vorne
Ein Kopf-an-Kopf-Rennen lieferten sich in der P 2-5 zudem der Erstplatzierte Theo Mutz (TuSG Ritterhude, 78,95) und Noah Meyer (TG Osterholz, 78,50). Am stärksten war der Wettbewerb P3-6 (fünf Teilnehmer) besetzt. Hier behielt Henrik Mahnke (TG Osterholz, 84,05) die Oberhand.
Mit etwas Verspätung durch die Siegerehrung der Jungen traten dann die Mädchen und Frauen auf die Matte. Hier starteten 57 Teilnehmerinnen aus fünf Vereinen. Das Teilnehmerfeld teilte sich in viele verschiedene Wettkampfklassen auf, die unterschiedliche Leistungsniveaus entsprachen. "Das liegt daran, dass man im Kunstturnen nur auf entsprechende Ebenen kommen kann, wenn auch die gewünschte Leistung gezeigt wird", meinte die Mit-Organisatorin Rebekka Patzke. So waren die Kür-Turnerinnen alle direkt qualifiziert für die Bezirksentscheide, da nur 13 Sportlerinnen diese Leistungsstufe demonstrierten. Hier traten ausschließlich Turnerinnen der SG Aumund-Vegesack und des VSK Osterholz-Scharmbeck an. Spannend ging es in der unteren Leistungsstufe KM 4 im Jahrgang 2000-1998 zu.
Hier traten drei Vegesackerinnen und eine VSK-Turnerinnen an, die alle aufs Treppchen wollten. Nevenka Vrampe (VSK) konnte trotz zweier Stürze am Balken, wo eigentlich schon alles verloren schien, jubeln. Aufgrund ihrer ansprechenden Leistungen an den anderen Geräten, vor allem am Reck mit einem tollem Abgang (Aufgrätschen-Unterschwung mit halber Drehung) schob sich die Kreisstädterin noch auf den dritten Platz.
Besonders ragte Maike Rössler (SAV, Jahrgang 1998) heraus. Die Nordbremerin turnte als einzige die sehr hohe Leistungsstufe KM 2, mit der sie sich über den Bezirk und Land bis zum Deutschland-Cup qualifizieren könnte. Rössler zeigte unter anderem am Schwebebalken einen spektakulären Auerbachsalto-Abgang. Aber auch die KM-3-Turnerinnen des VSK Henrieke Hardt und Melanie Esmann ernteten viel Applaus am Boden durch schwierige Flick-Flack-Salto (Rückwärts-Kombis, Salto vorwärts oder freie Räder.
In den weiterführenden Pflichtstufenwettkämpfen waren dann mehrere Teilnehmerinnen mit dabei. Es kämpften neben den Akteuren vom VSK und SAV auch vier Ritterhuderinnen um die Qualiplätze. In der AK 2000, unter anderem in der Leistungsstufe P 6-8 schafften es Madita Lange (3.) und Ronja Klook (4.). Platz eins und zwei ging an den VSK Osterholz-Scharmbeck. Die glänzend aufgelegte Lea Otten und ihre Teamkameradin Chiara Weiß waren an diesem Tag nicht zu schlagen. Sie holten sich souverän das Ticket für das Bezirksfinale im April. Spannung war auch bei den Jüngsten (Jahrgang 2004/2005) Trumpf. Etwas überraschend besetzten hier mit Leonie Feber, Joanna Wirsching und Marla Pichottka vom VSK das komplette Treppchen und verwiesen die SAV-Konkurrenz (Estelle Ostin) auf Rang vier. Der VSK fährt nun im April ins Landesleistungszentrum (Buchholz) zu den Bezirkswettkämpfen mit der Rekordzahl von 15 Turnerinnen. Die SG Aumund-Vegesack ist mit zwölf und die TuSG Ritterhude mit zwei Aktiven dabei. "Somit ist der kleine Turnkreis Osterholz dort stark vertreten" (Rebekka Patzke).
In den höheren Altersstufen des Kreisfinales waren letztlich in Ritterhude die meisten Akteurinnen am Start. Vor allem die Mädchen der TSG WGE und der TuSG Ritterhude kämpften eifrig um Pokale und Urkunden - "eine weitere Qualifikation gab es hier allerdings nicht", so Patzke. Johanna Holsten (TSG) belegte unter anderem im Jahrgang 2000 Platz eins mit 56,85 Punkten. Im Jahrgang 2001-2003 gewann Ann-Christin Forster von der TuSG Ritterhude.
Auch die Turnkreisvorsitzende Ute Ehlert-Seidel bewunderte die tollen gezeigten Übungen und verteilte erneut die Pokale. "Hinter uns liegt ein anstrengender Tag mit Aufbau und Abbau plus Gerätetransport - arrangiert vom Fachwart der Männer Horst Brüning und seinen TuSG-Kameraden plus Vätern der VSK-Turnerinnen", berichtete Rebekka Patzke nach der Veranstaltung.






