| Zwölf Fragen zum Sportjahr 2011 » |
Das mag daran gelegen haben, dass das Spiel vorverlegt worden war, doch an der deftigen Pleite änderte sich natürlich nichts. "Ja, wir haben gespielt", bestätigte TuS-Trainer Paul Bärwald und fügte hinzu: "Oder besser gesagt: zugeschaut, wie Hoya gespielt hat."
Die Syker Höhenflieger der vergangenen Jahre stecken in einer Krise, in einer ausgemachten sogar, die auch ein bisschen hausgemacht ist. Denn nach Hoyas drei frühen Dreipunktewürfen gingen die Köpfe des jungen TuS-Teams runter, der Mund der Spieler dafür umso mehr auf. "Wir haben nur noch genölt und gemeckert, alle schienen Schuld zu haben, nur nicht man selbst", bemerkte Bärwald enttäuscht. "Wir setzen auf dem Feld derzeit nicht den freundschaftlichen Umgang und Zusammenhalt um, den wir außerhalb haben und der über Jahre unsere Stärke war."
Das Training hat der Coach zuletzt bewusst etwas umgestellt. "Wir trainieren nur noch zwei statt drei Mal." Der Grund ist einfach: "Viele Spieler seien verletzt, angeschlagen oder krank, "und dann ist zwei Mal ordentlich besser als drei Mal halbherzig". In Hoya fehlten beispielsweise Patrick Weseloh, Jacques Salame, Lennart Bäuning, Christian Müller und Maik Bengs.
In Kombination mit dem lethargischen Auftreten der meisten Akteure blieb fast der gesamte Aufbau an Janis Neufeld hängen. Der zähe Topscorer warf im ersten Viertel neun der 14 Syker Körbe, kam am Ende auf 19 Punkte. "Aber wir können nicht vier Viertel auf nur einen Spieler setzen, irgendwann war auch Janis platt", haderte Bärwald.
Und so fügte sich der TuS schnell in sein Schicksal - und hält nach der zweiten Klatsche die Rote Laterne fest in der Hand. "Ich werde an die Ehre und den Zusammenhalt appellieren, damit wir wieder Spaß am Basketball haben", so Bärwald, dem klar ist, dass eine Serie her muss, damit die Syker nach vier tollen Spielzeiten mit zwei Aufstiegen nicht wieder absteigen. Gelegenheit zur Revanche bietet sich schon am Sonntag ab 14 Uhr in der BBS-Arena.
TuS Syke: Winzia, Boyce, Karnebogen, Neufeld (19), Finke (5), Dräger (8), Heuer (6), Bomhoff (9).






