| Zwölf Fragen zum Sportjahr 2011 » |
Seckenhausen. "Es ist kein Zufall, dass wir seit Mitte November keinen Sieg mehr eingefahren haben. Die Spielerinnen haben auf dem Feld plötzlich das Miteinander vergessen, weil sie mit ihren Gedanken scheinbar an einem anderen Ort sind. Anders kann ich mir diesen Leistungsknick nicht erklären", rätselt Entelmann. Die Frage nach dem neuen Trainer beschäftigt die Spielerinnen am meisten. "Wir sind noch auf der Suche", verrät der jetzige Coach. "Wer Interesse hat, kann sich bei mir melden oder über die Homepage des Vereins Kontakt aufnehmen."
Entelmanns Nachfolger wird auf jeden Fall eine intakte Mannschaft bekommen. "Der Kader wird so zusammenbleiben", weiß der 48-Jährige. Lediglich Annette Sonnenburg und Anneke Kehlenbeck wollen sich zurückziehen und nur noch auf Abruf aushelfen. Fraglich ist noch der Verbleib von Torfrau Sigrid Entelmann. Im Gespräch sind jedoch drei Neuzugänge von außerhalb.
Das Team ist also intakt und dazu auch noch sehr spielstark. "Wir sind stets bemüht, guten Handball zu spielen. Das gebundene Spiel mit Kreuzen, Wechseln und dem Kreisspiel zeichnet meine Truppe aus. Zudem haben wir immer eine sehr gute Defensive. Das war immer unsere Philosophie: Die Abwehr ist das A und O", betont Entelmann. Begeistert ist er auch von der Einstellung der zum Teil oberligaerfahrenen Damen. "Meine Spielerinnen sind vollkommen unkompliziert und sehr leicht zu führen. Highlights sind die Mannschaftsfahrten oder wie jetzt die Kohltour mit unserer jungen zweiten Garde. Das Verhältnis zwischen diesen beiden Teams ist ausgezeichnet", freut sich der TSG-Coach, der seine Damen nun im vierten Jahr betreut - also seit der Gründung.
Vor der Saison 2008/09 kamen Annette Sonnenburg und Anneke Kehlenbeck auf die glorreiche Idee, eine "Spaßtruppe" für etwas ältere Semester zu gründen. Diese Vision fand schnell Anklang. Aus insgesamt acht Vereinen schlossen sich seither neue Spielerinnen an. Im ersten Jahr führte Entelmann das Team zur Meisterschaft in der Kreisklasse, danach wurde die TSG zwei Mal Dritter in der Kreisliga - jedes Jahr mit der besten Abwehr.
Auch in dieser Saison peilt der Trainer mit seinem Team, das ein Durchschnittsalter von 42 Jahren aufweist, einen Platz unter den Top Vier an. "Das können wir schaffen, wenn meine Spielerinnen wieder die Köpfe freibekommen, wir unsere Kräfte bündeln und unsere Leistung stabilisieren", ist der 48-Jährige überzeugt. Für ihn wäre eine Topplatzierung und eine zufriedenstellende Saison ein schöner Abschied, "schließlich habe ich sehr lange über meinen Entschluss nachgedacht. Und der fiel mir angesichts der tollen Truppe sehr schwer", betont er. "Ich freue mich aber auch darauf, ohne Zeitzwang zur Halle zu kommen, mit meiner Annette auf der Tribüne einen Kaffee zu trinken und mir ein Spiel unserer Mannschaft anzuschauen."
Und eines ist klar: So ganz geht Entelmann nicht. "Natürlich bleiben Annette und ich mit Verein und Team in Kontakt. Das ist uns eine Herzensangelegenheit."






