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Ein Ausweg aus der sportlichen Sackgasse weist in die Türkei, Ankaraspor hat angeklopft bei Vranjes (wir berichteten). Es ist mehr als nur eine vorsichtige Anfrage aus der Süper Lig. Vor zwei Wochen hat es den ersten Kontakt gegeben durch Ankaras Trainer Jürgen Röber, seit Mitte vergangener Woche „ist das jetzt konkret“, sagt Vranjes. Der 29-Jährige, dessen Vertrag in Bremen bis 2011 läuft, will zwar erst „noch mal mit dem Trainer reden“ – ob das Gespräch aber etwas Neues bringt, damit rechnet der defensive Mittelfeldspieler wohl selbst kaum.
Es ist eher so etwas wie der letzte Funken Hoffnung, den Jurica Vranjes glimmen sieht. Denn so sehr ihn das Angebot von Röber freut („Er wollte mich früher auch schon mal nach Berlin holen“) – die Türkei ist nicht gerade das berufliche Ziel, das ganz oben auf der Prioritätenliste des Profis steht. Vranjes, der zum Jahresbeginn 2000 aus seiner Heimatstadt Osijek zu Bayer Leverkusen in die Bundesliga kam, würde am liebsten in Deutschland bleiben. „Das wäre optimal für mich, das ist meine zweite Heimat.“ Allein an Angeboten scheint es zu hapern.
So ist Werder noch sein Arbeitgeber. Mit der Betonung auf dem Noch: Denn „wenn das Paket stimmt“, sagt Vranjes, „dann entscheide ich mich in fünf Minuten.“ Bisher ist das passende Paket nicht in Sicht, aber Vranjes tröstet sich. Erstens gibt es den letzten Ausweg Türkei, und zweitens „ist der Transfermarkt ja noch ein paar Tage offen“.
Diese Zeit will auch Werder nutzen – und das nicht nur im Falle Vranjes. „Dusko Tosic ist sicher auch ein Thema“, erklärte Allofs den Linksverteidiger ebenfalls zum Last-Minute-Angebot. Anfragen, glaubt der Sportdirektor, wird es noch geben: „Bei Juri haben wir das schon gesehen, bei Dusko wird das auch so sein.“ Dagegen ist die Wahrscheinlichkeit, dass Werder auch noch einmal einkauft vor Abschluss der Transferperiode, deutlich gesunken. Allofs: „Wahrscheinlich werden wir nichts mehr machen.“



