| Ein Schuss. Ein Tor. Das ist Ailton! - 10 Fragen zum "Kugelblitz" » |
Die Rede war von einer Vertragsverlängerung für Mesut Özil über 2011 hinaus. So lange ist der Hochbegabte aktuell an Werder gebunden, einen ersten Vorstoß der Grün-Weißen hatte Özils Berater Reza Fazeli vor ein paar Wochen scheitern lassen. Intensive Gespräche seien das gewesen erklärte Allofs gestern, „aber da gab es auf der anderen Seite andere Vorstellungen. Im Moment geht es so recht nicht weiter“.
Es steht zu befürchten, dass es – bei allen Absichtsbekundungen des Klubs – auch in den nächsten Monaten nicht so recht weitergehen wird. Schuld daran ist nicht zuletzt Özils starke Vorstellung in der Nationalmannschaft. Denn die steigert nicht nur das Potenzial der DFB-Auswahl, sondern auch das Interesse potenter Interessenten aus dem In- und Ausland. Da funktioniert das Prinzip von Angebot und Nachfrage wie im Lehrbuch: Je mehr sich der 20-Jährige in den Vordergrund spielt, umso größer wird die Gage auf seinem Wunschzettel. Warum also sollte Özil schon jetzt den Vertrag in Bremen verlängern, wenn sein Marktwert in ein paar Monaten deutlich höher liegt? Und er sogar im kommenden Sommer WM-Schaufenster glänzt – bei einer Restvertragslaufzeit von nur einem Jahr in Bremen?
Der Poker um die Dienste des Talents ist in diesen Tagen angelaufen. Allofs hat Werder in Stellung gebracht, ehe voraussichtlich ab der Winterpause die Spekulationen um Özils Zukunft ins Kraut schießen. Wie vor noch gar nicht so langer Zeit bei Diego. Oder vor längerer Zeit bei Miroslav Klose. Allofs bleibt die Hoffnung: Darauf, „dass die Einsicht kommt, dass es nicht so schlecht ist, bei Werder unter Vertrag zu stehen“.

Hier finden Sie alle Fotostrecken aus den Trainingslagern von Werder Bremen auf Norderney, in Donaueschingen und Bad Waltersdorf.
