| Ein Schuss. Ein Tor. Das ist Ailton! - 10 Fragen zum "Kugelblitz" » |
Gegen die stark ersatzgeschwächten Hannoveraner war Bremen im ausverkauften Weserstadion gleich um die Spielkontrolle bemüht, doch hatten die Gäste die erste Torchance. Etwas glücklich kam der Ball zu Jiri Stajner, der aus zehn Metern abzog. Tim Wiese verhinderte mit einem Glanzreflex den frühen Rückstand (6.). Zehn Minuten dauerte es, bis Werder erstmals gefährlich wurde. Einen Kopfball von Claudio Pizarro rettete Sofian Chahed für seinen bereits geschlagenen Keeper Florian Fromlowitz auf der Torlinie.
Bis auf diese Großchance tat sich sonst wenig in den ersten 20 Spielminuten. Hannover ging bissig und konzentriert zur Sache und nicht nur Werder-Spielmacher Mesut Özil tat sich damit sichtlich schwer. Nur als Hannover Innenverteidiger Karim Haggui ohne Bedrängnis fast ein Eigentor produzierte, ging ein kollektives Raunen durchs Stadion (20.).
Wenig Tempo in Halbzeit eins
Werder spielte geduldig und riskierte nicht viel, auch Hannover hielt das Tempo überschaubar. Pizarro verpasste eine Flanke von Sebastian Boenisch nur knapp (25.), auf der Gegenseite schoss Didier Ya Konan nach einem Konter den Ball ins Tor, doch stand der Angreifer beim Zuspiel im Abseits - eine richtige Entscheidung (33.). Kurz vor der Pause köpfte Pizarro noch eine Özil-Ecke über das Tor (43.) und Arnold Bruggink hämmerte einen Freistoß in die Bremer Mauer, dann ging es für beide Teams verdientermaßen torlos in die Kabine.
Personell unverändert aber mit wesentlich mehr Tempo begannen die zweiten 45 Minuten. Nach einer Ecke von Özil kam Per Mertesacker zum Kopfball, wieder rettete ein 96-Spieler auf der Linie (46.). Diesmal war es Steve Cherundolo, der das Tor des gebürtigen Hannoveraners gegen seinen Ex-Verein verhinderte. Es war aber Signal zu mehr Bremer Offensiv-Mut.
Werder erhöhte den Druck, Hannover kam nicht mehr zu eigenen Szenen. Wenige Minuten später zielte Tim Borowski bei seinem Flachschuss zu ungenau (50.), dann riss Fromlowitz bei einem Distanzschuss von Marin gerade noch die Fäuste hoch (53.). Bremens bis dato beste Chance vergab Pizarro, der im ersten und zweiten Versuch an Fromlowitz scheiterte (58.).
Fromlowitz lässt die Werder-Stürmer verzweifeln
Vor allem Dank ihres starken Keepers überstanden die 96er die Bremer Druckphase und konnten das Spiel nach gut einer Stunde etwas beruhigen. Bei einem Konter konnte Naldo den enteilten Ya Konan gerade mit einer Grätsche noch am Torschuss hindern (70.).
Dann aber wieder Werder - und wieder Fromlowitz. Mutig und aufmerksam rettete Hannovers Schlussmann gleich zwei Mal gegen Özil und Pizarro (71.). Schaaf brachte in Aaron Hunt und Marcello Moreno zwei frische Offensivkräfte, doch musste zunächst Wiese bei einem der seltenen Gästekonter erneut gegen den agilen Ya Konan klären (75.).
Die große Bremer Schlussoffensive blieb letztlich aus. Zwar hatte noch Moreno das erlösende Tor auf dem Kopf, setzte seinen Versuch aus acht Metern aber deutlich über den Kasten (83.), doch musste Hannover in den letzten Minuten nicht mehr um den Punktgewinn zittern. Stattdessen hatte Stajner sogar noch die Chance zum Siegtor, die aber Mertesacker vereitelte.




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