| 15 Fragen zu Werders Rückrunde 2011/12 » |
Der 20 Jahre alte Tunesier war am Dienstag überraschend zum erneuten Probetraining nach Bremen angereist, nachdem sein Klub ihn für das Trainingslager der Bremer in Dubai nicht freigestellt hatte. Auch bei seinem zweiten Vorspielen an der Weser hinterließ der Linksverteiger einen überzeugenden Eindruck.
"Wir wollen ihn gerne verpflichten", bestätigt Allofs auf der Pressekonferenz am Donnerstag. "Es hat schon erste Gespräche mit seinem Klub gegeben, eine Einigung ist nicht mehr so fern." Der Sportdirektor zeigte sich zuversichtlich, den Transfer "im Laufe des Tages" noch abschließen zu können.
Ob Adbennour, der beim Trainingsspiel-Sieg am Dienstag gegen die eigene Reserve bereits ein Trikot mit eigenem Namen und der Rückennummer 16 getragen hat, bereits ein Kandidat für den Rückrunden-Auftakt gegen Eintracht Frankfurt am Sonnabend ist, ließen die Verantwortlichen offen. Man müssen zunächst sehen, ob alle Transfer-Formalitäten bis dahin abgeschlossen sind, sagte Allofs.
Sportlich wäre Trainer Thomas Schaaf jedenfalls bereits, den neuen Mann sofort ins kalte Bundesliga-Wasser zu werfen, zumal der etatmäßige Linksverteidiger Sebastian Boenisch weiter ausfällt. "Was wir von ihm gesehen haben, gefällt uns. Ich glaube, dass er uns verstärken kann. Er ist auch noch sehr jung und daher entwicklungsfähig."
Torsten Oehrl hingegen wird Werder wohl auf Leihbasis Richtung Fortuna Düsseldorf verlassen. "Wenn sich alle an die Absprachen halten, sollten wir den Transfer noch heute perfekt machen können", bestätigte Allofs den Weggang des Stürmers der Werder-Reserve. Allerdings erhält der Zweiligist aus Düsseldorf keine Kaufoption für den Angreifer.
Für Oehrl könnte Kevin Schindler vorzeitig von seiner Ausleihe vom FC Augsburg nach Bremen zurückkehren. "Das ist eine Option", sagte Allofs zu der angedachten Personalie. Der FCA plant nicht mehr mit Angreifer Schindler, der daher einer Rückkehr gegenüber nicht abgeneigt ist.
Ob Werders Personalplanungen im Winter damit abgeschlossen sind, ließ Allofs offen. "Wir beobachten weiter den Markt", sagte der Werder-Boss. Vorrang habe aber nach wie vor der Verkauf von zwei Spielern - Jurica Vranjes und Dusko Tosic, die in Bremen keine Zukunft mehr haben. Die jüngsten Spekulationen um einen möglichen Transfer von Angreifer Markus Rosenberg wies Allofs zurück: "Das ist kein Thema." Die Baustelle auf der linken Abwehrseite, die ohnehin höchste Priorität hatte, ist aber erst einmal geschlossen.

