| 15 Fragen zu Werders Rückrunde 2011/12 » |
"Aus den Spielen gegen Enschede sollten wir möglichst vier Punkte holen. Besser wären sechs", gab Clubchef Klaus Allofs die Marschroute vor den Duellen am Mittwoch (ab 20.45 Uhr im Liveticker) und am 2. November mit dem niederländischen Meister aus.
Angesichts von bislang erst einem Punkt ist der Letzte der Gruppe A schon am Mittwoch in der niederländischen Grenzstadt zum Siegen verdammt. "Es ist fast ein Endspiel", gab Abwehrchef Per Mertesacker zu. Nach der 0:4-Blamage beim Titelverteidiger Inter Mailand Ende September helfen selbst Unentschieden nicht mehr weiter. "Mit jedem Spiel, das wir nicht gewinnen, wird unsere Ausgangsposition schlechter", erkannte Allofs und Trainer Thomas Schaaf forderte: "Wir müssen zusehen, endlich in die Gruppe reinzukommen."
Die Diskussionen um die angeblich teilweise eingefrorenen Spielergehälter sind zumindest vorerst verstummt. Die Profis bügeln jede Frage dazu barsch ab. Jetzt zählt nur noch Twente. "Egal wie, wir müssen dort etwas mitnehmen. Sonst wird es schwierig", sagte Mertesacker. Der ehemalige Twente-Spieler Marko Arnautovic, der vor der Saison für 6,5 Millionen Euro aus Enschede gewechselt war, kennt keine Freunde mehr: "Natürlich ist es ein besonderes Spiel, aber wir wollen die drei Punkte holen".
Mit zum ersten Sieg im siebten Anlauf bei einem niederländischen Team sollen vor allem die wieder genesenen Leistungsträger Clemens Fritz, Torsten Frings und Claudio Pizarro sorgen. Vor allem über die Rückkehr des Peruaners, der mit zwei Muskelfaserrissen zuletzt fast sieben Wochen ausgefallen war, ist Schaaf heilfroh: "Seine Qualität kann man immer gebrauchen und die wird sich auch immer durchsetzen." Der Torjäger dürfte nach seinem 20-minütigen Comeback am Wochenende gegen Freiburg in Enschede von Beginn an spielen. Dagegen musste Tim Borowski wegen einer Sprunggelenksverletzung in Bremen bleiben.
Obwohl die Niederländer selbst auch erst einen Punkt haben und unter Druck stehen, hat Werder gehörigen Respekt vor den heimstarken Niederländern, die Inter ein 2:2 abtrotzten und Werder bereits in der vergangenen Saison in der Europa League mit 1:0 besiegten. "Twente ist mindestens genauso stark geblieben", warnte Schaaf.
Die Hanseaten fürchten nicht nur ein starkes Twente-Team um den schussgewaltigen Theo Janssen und Flügel-Wirbelwind Bryan Ruiz, sondern auch einen Hexenkessel mit aufgeladener Stimmung im mit 24 000 Zuschauern ausverkauften Stadion "De Grolsch Veste". Rund um die Partie gelten verschärfte Sicherheitsvorkehrungen.
"Hier ist es für jeden Gegner schwer, zu gewinnen"
Am Mittwoch muss Werder Bremen bei Twente Enschede ran. Wie geht das Spiel aus?
Twente versprach Werder bereits einen heißen Tanz. "Hier ist es für jeden Gegner schwer, zu gewinnen. Mit so einem Publikum im Rücken kann man über sich hinauswachsen", sagte der österreichische Stürmer Marc Janko. "Wir kennen die Stimmung und müssen dort bestehen", hielt Mertesacker dagegen.
Werders französischer Neuzugang Mikael Silvestre dürfte wohl erstmals in dieser Saison nur auf der Bank sitzen und auf der linken Abwehrseite von Petri Pasanen vertreten werden. "Man kann immer etwas verändern", sagte Schaaf dazu. Twente tritt in Bestbesetzung an. (dpa)







