| 15 Fragen zu Werders Rückrunde 2011/12 » |
Werder-Trainer Thomas Schaaf baute die Anfangsformation im Vergleich zum Spiel beim SC Freiburg zunächst nur auf einer Position um. Für Clemens Fritz, der seine Gelb-Sperre abgesessen hatte, nahm Petri Pasanen auf der Ersatzbank Platz.
Schon nach drei Minuten hätte es 1:0 für Werder stehen können. Nach einer starken Flanke von Mikael Silvestre kam Sandro Wagner im Gladbacher Strafraum zum Kopfball, aber Gäste-Keeper Logan Bailly lenkte den Ball zunächst an den Innenpfosten und brachte das Spielgerät anschließend unter Kontrolle.
Kurz danach versuchten es Juan Arango und Marco Reus mit einem Freistoßtrick und einer Flanke, aber die Werder-Abwehr ging rechtzeitig dazwischen (6.). Beide Mannschaften bemühten sich zwar anschließend, nach vorne zu spielen, Torchancen blieben aber zunächst aus. So setzte sich Claudio Pizarro zwar im Zweikampf gegen Dante durch und legte auf Tim Borowski ab, aber der Mittelfeldspieler schoss nur über das Tor.
Anschließend zeigten die Grün-Weißen aber zwei starke Szenen. Zunächst bekam Philipp Bargfrede den Ball von Pizarro aufgelegt, aber Bailly wartete lange genug ab und parierte (18.). Eine Minute später spielte Torsten Frings auf Per Mertesacker, aber auch Werders torgefährlicher Verteidiger konnte die Chance nicht verwerten.
Werder war nun deutlich überlegen und drängte die Gäste in deren Defensive. Die "Fohlen" lauerten auf Konter, besonders über den schnellen Reus.
Nachdem die Bremer eine weitere gute Torgelegenheit vergaben – Bargfrede hatte den Ball nach einer Flanke von Pizarro volley genommen – fiel der Treffer dann sechs Minuten vor der Pause. Wieder brachte Pizarro eine wunderbare Flanke in den Gladbacher Strafraum und diese fand Wagner, der seine zweite Chance in diesem Spiel nutze und zum 1:0 für Werder traf. Schon im Spiel beim SC Freiburg hatte Wagner die Werder-Führung erzielt.
Da Borowski den Ball in der 44. Minute nur an die Unterkante der Torlatte hämmerte und Prödl den Nachschuss am Gäste-Kasten vorbeisetzte, blieb es bei der hochverdienten, aber knappen Werder Führung zur Halbzeit. Die Bremer konnten sich lediglich vorwerfen lassen, die Überlegenheit nicht konsequenter ausgenutzt zu haben. Die Gäste waren vor allem im Spiel nach vorne viel zu harmlos.
Während die Gladbacher personell verändert in die zweite Hälfte gingen (Nordtveit ersetzte Marx), stand bei Werder zunächst weiter die identische Elf auf dem Platz. In der 58. Minute nahm Schaaf dann aber doch einen Doppelwechsel vor, nahm Wagner und Florian Trinks vom Feld und brachte Marko Arnautovic und Marko Marin neu in die Partie. Fast hätte sich das sofort ausgezahlt, aber Marin dribbelte sich in der 59. und 60. Minute in der Gladbacher Abwehr fest.
Klare Tormöglichkeiten blieben auf beiden Seiten weiterhin Fehlanzeige, obwohl sich Mönchengladbach zwischenzeitlich etwas mehr vom Bremer Druck befreite. Anschließend verflachte die Begegnung aber zusehends. Knapp zwanzig Minuten vor dem Spielende freuten sich die Werder-Fans im ausverkaufen Weserstadion über das Comeback von Wesley. Der Brasilianer wurde für Borowski eingewechselt.
Gladbach kommt ins Spiel zurück
Die Schlussphase sollte spannend werden. Zunächst besaß Werder eine Torchance durch Marin, der von Arnautovic geschickt worden war (79.). Dann folgte die Gladbacher Drangphase, in der Tim Wiese zunächst gegen Reus klasse parierte (86.) und Martin Stranzl aus kurzer Distanz über das Tor schoss (87.). Anschließend war wieder Bremen an der Reihe, aber Arnautovic spitzelte den Ball freistehend vor Bailly an den Außenpfosten (89).
Die vergebenen Torgelegenheiten rächten sich in der Nachspielzeit, als Arango einen Freistoß an den Fünfmeterraum zog, Dante das Kopfballduell gegen Sebastian Prödl gewann und tatsächlich noch zum 1:1-Ausgleich einköpfen konnte.
Werder hat in der Bundesliga am kommenden Sonnabend erneut die Gelegenheit, in der Tabelle wieder ein Stück weiter nach oben zu klettern. Ab 15.30 Uhr sind die Grün-Weißen beim 1. FC Nürnberg zu Gast. Wir berichten im Liveticker von der Begegnung.













