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Gefeiert hatten auch die Spieler nicht. „Ich glaube, es waren drei Stunden, die wir noch zusammengesessen haben“, sagte Naldo. Nach dem Spiel hatte Werder zum Empfang geladen in den Kreuzberger Szene-Club Spindler&Klatt. Was im Idealfall zur rauschenden Pokalparty hätte werden können, wurde zu einem nüchtern-entspannten Zusammentreffen mit dem gesamten Kader, der kompletten Werder-Administration, Sponsoren, einiger nationaler und jede Menge bremisch-lokaler Prominenz. Unter anderem waren Günter Netzer, Otto Rehhagel, Schauspieler Matthias Brandt und Theaterintendant Claus Peymann der grün-weißen Einladung gefolgt.
Thomas Schaaf und Klaus Allofs strahlten in ihren kurzen Ansprachen trotz der gerade zwei Stunden alten Finalniederlage Zufriedenheit aus. Man dürfe stolz sein, fasste Allofs zusammen, weil Werder als Bundesliga-Dritter und Pokalfinalist einiges erreicht habe in dieser Saison. Manchmal sei auch ein Schritt zurück wichtig, um voranzukommen. „Und jetzt“, schloss der Klubchef seine wenigen Worte, „wollen wir es richtig krachen lassen.“ Gefeiert wurde schließlich auch – wenn auch verhalten. Naldo hielt fest: „Im vergangenen Jahr war es besser.“




