| 15 Fragen zu Werders Rückrunde 2011/12 » |
Wie erwartet feierte Neuzugang Zlatko Junuzovic im Spiel gegen die Breisgauer sein Bundesliga-Debüt für Werder Bremen. Ansonsten vertraute Werder-Trainer Thomas Schaaf auf die gleichen Spieler wie in der vergangenen Woche beim Remis gegen Leverkusen.
Die 22.000 Zuschauer im Freiburger Stadion sahen unter der Leitung von Schiedsrichter Dr. Felix Brych von Beginn an ein intensives Spiel. Beide Mannschaften präsentierten sich hochkonzentriert und Freiburg machte vor allem im Mittelfeld die Räume eng.
Nach zehn Minuten näherten sich die Bremer zum ersten Mal ans Freiburger Tor an. Tom Trybull leitete den Ball zunächst auf Markus Rosenberg weiter. Der Schwede wollte anschließend Pizarro per Steilpass in Szene setzen, aber der Peruaner kam nicht an den Ball. Auf der Gegenseite suchte Anton Putsila den Abschluss, setzte den Ball aber weit über das Tor. Auch die nächste gute Torchance gehörte den Freiburgern, als Francois Affolter eine Hereingabe von Jan Rosenthal vor Erik Jendrisek klärte (17.).
Lumb trifft nur den Pfosten
Was die Offensive anging, war von Werder bis auf zwei Freistoßversuche von Mehmet Ekici (13./15.) nichts zu sehen. Und die Breisgauer wurden bei Temperaturen von minus zehn Grad Celcius frecher: Makiadis strammer Schuss aus zwölf Metern (22.) ging nur knapp über das Werder-Tor und Michael Lumb traf nur den Außenpfosten (24.)
Anschließend wurde die Begegnung kurzzeitig turbulent. Zunächst sah Pizarro nach einem Foul an Johannes Flum in der 28. Minute seine fünfte Gelbe Karte und ist damit gegen Hoffenheim gesperrt. Nur eine Minute später traf der Peruaner im Anschluss an einen Werder-Konter zum 1:0 für Bremen. Junuzovic hatte die Vorarbeit geleistet und Freiburgs Torwart Oliver Baumann nicht besonders glücklich ausgesehen, als er den Ball durch die Hände rutschen ließ.
Die Antwort der Gastgeber ließ nicht lange auf sich warten. Nach einer Ecke vom Lamb kam Makiadi frei zum Kopfball und nickte zum Ausgleich ein (32.). Nachdem beide Mannschaften das Tempo zunächst noch einmal anzogen, wurde das Spiel kurz danach wieder ruhiger und weitere hochkarätige Torchancen blieben bis zur Halbzeitpause Fehlanzeige.
"Wir können noch einiges verbessern"
"Wir sind noch zu unruhig, wir können noch einiges verbessern" lautete die Zwischenbilanz von Werder-Boss Klaus Allofs nach 45 Minuten.
Bremen legte einen Blitzstart in die zweite Spielhälfte hin. Über Trybull landete der Ball bei Ekici, der das Spielgerät stark auf Pizarro weiterleitete. Per Außenrist schlenzte der Peruaner den Ball sehenswert ins rechte Eck. (47.)
Kurz danach hatte Werder sogar die Chance, mit 3:1 in Führung zu gehen, aber Rosenberg traf nur den Pfosten (53.): Da hatten die Gastgeber mächtig Glück.
Marin ersetzt Ekici
In der 62. Minute nahm Werder-Trainer Schaaf den ersten Wechsel vor und brachte Marko Marin für den gelb-rot gefährdeten Ekici. Zuvor hatte auch Freiburgs Coach Christian Streich gewechselt und Stefan Reisinger in die Partie gebracht. Eben dieser Reisinger war es, der für die nächste gute Freiburger Torchance verantwortlich war. In der 65. Minute hatte er sich gegen die Werder-Abwehr durchgesetzt, aber Tim Wiese konnte klären.
Freiburg machte weiter Druck und in der 70. Minute wurden die Bemühungen belohnt. Jonathan Schmid setzte sich auf der rechten Freiburger Angriffsseite gegen Florian Hartherz durch und zog aus spitzem Winkel ab. Obwohl Wiese noch dran war, sprang der Ball vom Innenpfosten zum 2:2-Ausgleich ins Werder-Tor.
Werder hatte nun Schwierigkeiten und konnte sich bei Wiese bedanken, dass die Freiburger nicht sogar in Führung gingen: In der 80. Minute faustete der Werder-Keeper einen Schuss von Reisinger aus der Gefahrenzone. Zuvor hatte Aleksandar Ignjovski den Ball an den Freiburger verloren.
Freiburg nur noch zu zehnt
Obwohl der SCF in der Schlussphase nach drei Wechseln und dem verletzungsbedingten Ausfall von Pavel Krmas mit nur noch zehn Mann auf dem Platz stand, wurde Werder in der Offensive nicht mehr gefährlich genug, um alle drei Punkte vom Tabellenletzten mitzunehmen. Demnach blieb es beim 2:2-Unentschieden, das Werder weiterhin auf dem fünften Tabellenplatz stehen lässt.
Am nächsten Spieltag trifft Werder dann im heimischen Weserstadion auf die Mannschaft von 1899 Hoffenheim.
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SC Freiburg - Werder Bremen 2:2 (1:1)
SC Freiburg: Baumann - Sorg, Krmas, I. Höhn, Lumb - Jo. Schmid (74. D. Caligiuri), Flum, Putsila (56. Reisinger), Makiadi, Rosenthal (62. Santini) - Jendrisek
Werder Bremen: Wiese - Fritz, Affolter, Sokratis, Hartherz - Ignjovski - Junuzovic, Trybull (76. L. Schmitz) - Ekici (63. M. Marin) - C. Pizarro, Rosenberg
Schiedsrichter: Dr. Felix Brych (München) Zuschauer: 22.000
Tore: 0:1 C. Pizarro (29.), 1:1 Makiadi (32.), 1:2 C. Pizarro (47.), 2:2 Jo. Schmid (70.) Gelbe Karten: Jendrisek, D. Caligiuri - Ekici, C. Pizarro







