Werder Bremen - 1899 Hoffenheim

 - 09.02.2012

Schaaf bedauert Stanislawskis Entlassung

Von Ben Binkle
Bremen. Mit Bedauern hat Thomas Schaaf auf die Entlassung seines Trainer-Kollegen Holger Stanislawski bei Werders kommendem Gegner 1899 Hoffenheim reagiert. Für das Spiel am Sonnabend sieht Schaaf in der neuen Situation durchaus eine Gefahr.

Für Holger Stanislawski und dessen Arbeit in Hoffenheim fand der Werder-Coach, der ohnehin kein Freund von Trainerentlassung ist und diese schon in der Vergangenheit immer wieder kritisiert hat, lobende Worte.

Zwar hat Hoffenheim noch keinen Nachfolger für den nach gerade einmal sieben Monaten im Amt schon wieder entlassenen Coach präsentiert, doch soll man sich mit Markus Babbel bereits einig sein. Doch ist es Schaaf letztlich egal, wer im Weserstadion am Sonnabend auf der Trainerbank der Gäste Platz nimmt. "Der neue Mann wird seine Ideen einbringen und sicher Veränderungen vornehmen", glaubt der Werder-Coach: "Das weckt im Kader Bewegung. Die Spieler müssen sich neu beweisen."

Allerdings muss Stanislawskis Nachfolger am Sonnabend in Bremen auf wichtige Stammkräfte verzichten. Abwehrchef Isaac Vorsah weilt noch beim Afrika-Cup, Stürmer Ryan Babel und Mittelfeldmotor Sead Salihovic fehlen wegen Gelbsperren. Immerhin steht Marvin Compper zur Verfügung. Der Innenverteidiger wurde zwar am Donnerstag nach seiner Roten Karte beim DFB-Pokalspiel gegen Greuther Fürth (0:1) vom Sportgericht für drei Partien gesperrt, doch gilt diese Sperre nicht für die Bundesliga. Damit kann Compper am Sonnabend auflaufen.

Doch auch ohne diverse Leistungsträger rechnet Schaaf mit einem starken Gegner. Hoffenheim stehe für "guten, schnellen und laufintensiven Fußball", weiß der Coach, der aber lieber über die eigene Mannschaft sprechen will, als über den Gegner. Und weil Claudio Pizarro (33) fehlt und wohl durch Marko Arnautovic (22) ersetzt wird, könnte Werder am Sonnabend mit der jüngsten Startelf der Vereinsgeschichte auflaufen. "Erfahrung schadet nicht, aber Erfahrung allein bringt es auch nicht", sagt Schaaf zur Situation. Wichtig sei, dass die Mannschaft ihren Aufgaben nachgehe. "Und das", sagt Schaaf, "tut sie zur Zeit gut."






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