| 15 Fragen zu Werders Rückrunde 2011/12 » |
Zum 96. Mal treffen Werder und der HSV in der Bundesliga aufeinander, kein anderes Duell gab es im Oberhaus häufiger. Die Gesamtbilanz (32 Siege, 33 Remis, 30 Niederlagen) spricht zwar knapp für Werder, doch liegt der letzte Bremer Auswärtssieg beim Nord-Rivalen schon vier Jahre zurück. Zuletzt setzte es für Bremen in Hamburg regelmäßig Niederlagen, darunter das herbe 0:4 aus der Vorsaison.
Von all diesen Statistiken hält Klaus Allofs wenig, dennoch ist der Werder-Boss optimitisch, dass sein Team am Sonnabend Derby-Sieg Nummer 33 einfahren wird. "Wenn wir uns steigern, haben wir gute Möglichkeiten, den HSV auf Distanz zu halten", sagt Allofs, der den Nord-Rivalen trotz sieben Punkten Vorsprung noch als "Mitkonkurrenten für Platz fünf bis sieben" sieht. Um so wichtiger sei der erste Sieg im Jahr 2012.
Auch Thomas Schaaf weiß um die wiedererlangte Stärke des HSV und spricht gewohnt respektvoll von den Leistung von Trainer Thorsten Fink. "Er scheint die richtigen Geister geweckt zu haben, um eine bessere Linie reinzukriegen", lobt Schaaf seinen Kollegen: "Es sind Änderungen ins Spiel gekommen, der HSV hat seine Position wesentlich verbessert." Auch Allofs betont, dass Hamburg zu Saisonbeginn weit unter seinen Möglichkeiten geblieben ist, diese aber zunehmend besser umsetzt. Von seinen letzten 13 Partien verlor der HSV nur eine, in der Rückrunden-Tabelle stehen sie zudem vor Werder.
Entsprechend selbstbewusst geht HSV-Coach Fink ins Duell: "Die Mannschaft spielt gut, aber wir müssen am Sonnabend alles bestätigen, denn wir wollen nach oben." Zwar stehe Werder auf einem Europa-League-Platz und "wir spielten vor ein paar Wochen noch gegen den Abstieg" - dennoch ist es für Fink ein Duell auf Augenhöhe.
Trotz aller Bremer Respektsbekundungen ist das kommende Spiel keine ganz normale Bundesliga-Partie. "Ein Nordderby hat von sich aus schon eine besondere Brisanz", sagt Schaaf: "Das ist immer etwas besonders Schönes." Allofs und Schaaf hoffen allerdings, dass es im Umfeld friedlich bleibt und die Rivalität nur im sportlichen Rahmen ausgelebt wird. "Man muss keine Blumensträuße hin und her schicken, aber man kann vernünftig miteinander umgehen", mahnt Allofs zur Ruhe.
Ein gutes Beispiel für gesunde Rivalität bieten derzeit Claudio Pizarro und Paolo Guerrero. Der peruanische Stürmer hat seinem Freund im Werder-Trikot eine Wette angeboten: Der Derbysieger soll ein Rennpferd des unterlegenen Kollegen geschenkt bekommen. Klaus Allofs, ebenfalls Rennpferd-Besitzer, will zwar nicht in die Wette einsteigen, ist aber dennoch zuversichtlich: "Ich bin guter Dinge, dass wir dort gewinnen."







