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Bereits vor Jahren schaute Manfred Rutkowski neidisch nach Dortmund. Dort stellte das Fan-Projekt bereits vor Jahren die Aktion "Soccer meets learning" auf die Beine. Nachhilfe- und Förderunterricht finden in den Räumen des BvB statt. Etwas Ähnliches wünschten sich auch die Bremer für den Ostkurvensaal unterhalb des Weser-Stadions.
„Allerdings wollten wir in Bremen noch mehr schaffen als schlichte Hausaufgabenhilfe“, erklärte Rutkowski bei einer Pressekonferenz am Dienstag. Konkret wünschte er sich ein Projekt, in dem Themen wie Rechtsradikalismus, Diskriminierung, Rassismus und Antisemitismus ebenso mit Jugendlichen erarbeitet werden wie soziale Kompetenzen wie Kommunikation, Körpersprache und Selbstsicherheit. Doch stets fehlte das Geld.
Erst im März letzten Jahres kam der Ball ins Rollen. Im besagten Dortmund traf Rutkowski Vertreter der Robert-Koch-Stiftung. „Wir haben das Projekt in Dortmund damals bereits unterstützt“, sagte Frank Albers von der Robert-Bosch-Stiftung.
Die Aura von Fußball-Stadien und den Dunstkreis der großen Sport-Idole will sich die Stiftung aus Stuttgart bundesweit zu Nutze machen. „Die Atmosphäre in den Stadien sorgt dafür, dass Jugendliche zugänglicher werden für Themen, mit denen sie sonst nichts zu tun haben wollen“, behauptet Frank Albers. Neben Bremen und Dortmund ist die Robert-Bosch-Stiftung auch in Berlin und Bochum tätig. Als nächstes soll mit Dresden ein Drittligist gefördert werden.
Die 40.000 Euro bekommen die Bremer zunächst für ein Jahr. Dann müssen sich die Werder-Fans wieder bewerben. Insgesamt will die Bosch-Stiftung jedoch bis 2015 die Finanzierung sichern. Danach muss ein neuer Sponsor für das Projekt gefunden werden.

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